Mietäcker, Schrebergärten und Hochbeete erfreuen sich immer größerer Beliebtheit / Dabei geht der Trend zum eigenen Gemüse / Besonders junge Menschen setzen auf ökologischen Anbau / Das nötige Wissen holen sie sich aus einer App

Die Deutschen machen ihrem Ruf als Laubenpieper alle Ehre. Rund 8,5 Millionen Deutsche gärtnern mehrmals pro Woche. Und wo früher Liegestuhl und Grill die Vorherrschaft hatten, weicht die Liegefläche nun den Gemüsebeeten. Klaus Ackermann, der den Garten-Onlineshop Beetfreunde.de betreibt, bestätigt den Boom: "Wir haben im Jahr 2020 deutlich mehr Saatgut verkauft als im Vorjahr. Dieses Jahr scheint sich der Trend zu wiederholen. Besonders die Nachfrage nach Bio-Saatgut steigt jedes Jahr”.

Nach und nach wächst die Sehnsucht nach der Natur und es zieht besonders auch die jüngeren Generationen in die Gärten. Der Garten verspricht Erholung und Ausgleich zur engen Studentenbude, zum stressigen Job und dem Leben in der Stadt. Dies bestätigt auch Janwillem, Vorsitzender eines Kleingartenvereins. Täglich landet mindestens eine neue Anfrage in seinem Mailpostfach, “die meisten davon von Menschen zwischen 25 und 35 Jahren” (Quelle: Spiegel.de). Auch das Angebot der Mietäcker ist gefragt: “Bio boomt, auch beim Gärtnern. In diesen herausfordernden Zeiten besinnen sich immer mehr Bürger:innen auf eine gesunde Ernährung. Ökologisches Gärtnern ist auch eine wunderbare, sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die ein besseres Verständnis für die Natur schafft”, sagt Tobias Paulert, Mitgründer des Anbieters Ackerhelden. Zudem berichtet er, dass sowohl für ihre Bio-Mietgärten als auch für ihre Bio-Hochbeete eine steigende Nachfrage bemerkbar sei. Wie eine Umfrage im Auftrag von Gardena im Jahr 2020 ergeben hat, geht das Verlangen besonders unter den jüngeren Gärtner:innen in Richtung des ökologischen Anbaus. Was einige jedoch noch davon abhält, ist mangelndes Wissen.

Dabei gibt es mittlerweile sogar digitale Tools, die beim Gemüseanbau unterstützen: “Alphabeet” ist eine App für den erfolgreichen ökologischen Anbau. Mit einem Beetplanungstool, einer aktiven Community und Arbeitsanweisungen begleitet sie Gärtner:innen durchs ganze Gartenjahr - von der Anzucht bis zur Ernte. Jeder kann sich kostenlos registrieren und sein Gartenglück mit der App testen. Neben der kostenpflichtigen Vollversion gibt es auch eine eingeschränkte Gratis-Variante.

Der erste Schritt ist das Anlegen der individuellen Beete, wobei Größe, Standort, Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit berücksichtigt werden. Dann geht es ans Befüllen der Beete - man kann manuell planen oder einen praktischen “Zauberstab” nutzen, der die Beete nach bewährten Saisonplänen befüllt. Hierbei werden günstige Mischkultur-Nachbarschaften beachtet, sodass dem erfolgreichen ökologischen Anbau nichts im Wege steht. Sind die Beete geplant, gibt die App rechtzeitig Arbeitsanweisungen für alle Aufgaben, die nun mit den eigenen Pflanzen anstehen. Wenn einem in der großen Pflanzen-Bibliothek noch die Lieblings-Gemüsesorte fehlt, kann man diese ganz einfach hinzufügen. Auch das passende Saatgut ist direkt über die App bestellbar und bei Fragen rund um den Gemüseanbau hilft die Community. Und dann heißt es: ran ans Gemüse und losackern!


Links:
https://www.alphabeet.org/
https://alphabeet.org/...

Quellen: https://taspo.de/...
https://taspo.de/...
https://www.media-gardena.com/...
https://orgprints.org/...
https://www.spiegel.de/...
https://de.statista.com/...

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