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Annabell

Annabell (22) studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.

Die Zucchini lässt sich ganz einfach selbst im Garten pflanzen. Sie ist unempfindlich und ertragreich und deshalb super für den Hobbygarten geeignet. Unter den Sorten gibt es eine riesige Vielfalt: Grüne, gemusterte, gelbe und runde Zucchini - da fällt die Entscheidung meist schwer. Damit es dir leichter fällt die passenden Sorten zu wählen, haben wir hier einen kleinen Überblick für dich.

Klassische, alte Zucchinisorten

  • Coucourzelle di Tripolis’: Altbewährte, italienische Sorte. Zucchini mit dunkelgrüner Schale und hellgrünen Streifen, keulenförmig.
  • Nero di Milano‘: Traditionelle italienische Sorte mit sehr länglichen Früchten. Eine Zucchini mit sehr dunkelgrüner, fast grün-schwarzer Schale. Die auffallend großen Blüten lassen sich gut in der Küche verwenden. 
  • Verde D’Italia’: Traditionelle Sorte aus Italien mit langen, dunkelgrünen Früchten. Die Zucchinisorte gilt als besonders ertragreich und wohlschmeckend.
  • Zuboda‘: Längliche, apfelgrüne Früchte mit gurken-ähnlichem Geschmack. Die Sorte ist besonders ertragreich und schmeckt sehr saftig und erfrischend.

Gefüllte Zucchiniblüten sind eine wahre Delikatesse. - Bild von May Lawrence auf unsplash

Runde Zucchini

  • Tondo di Toscana’: Traditionelle Sorte aus Norditalien mit hellgrünen, kugelrunden Früchten. Ernte die Zucchinis jung, dann schmecken sie besonders zart.
  • Tondo chiaro di Nizza’: Traditionelle, italienische Zucchinisorte mit runden, dunkelgrün-gesprenkelten Früchte. 
  • One Ball F1‘: Hybridsorte mit gelben, eher kleineren Früchten. Runde Zucchinis lassen sich besonders gut aushöhlen, füllen und im Backofen schmoren.

Gelbe Zucchini

  • Gold Rush‘: Gold-gelbe, längliche Früchte mit feinem Aroma. Ernte die Früchte jung und regelmäßig, damit die Pflanze direkt neue Blüten ansetzen kann.
  • Lemon’: Gelbe Zucchini-Sorte in spezieller Zitronenform. Die sonnengelben, handlichen Früchte besitzen leicht orange Streifen - ein echter Hingucker.
  • Soleil‘: Ertragreiche Zucchini-Sorte mit länglichen, gelben Früchten. Sie besitzt eine hohe Resistenz gegen den Echten Mehltau.
  • Gelbe Patisson‘: Zucchini mit gelber Schale und Sternform. Ernte die Früchte möglichst klein (Durchmesser < 6 cm), damit umgehend neue Blütenstände angesetzt werden können. 
  • Orelia F1’: Ertragreiche, gelbe Zucchini-Sorte mit länglichen Früchten. Die Ernte beginnt bereits im Juni und zieht sich bis in den Herbst hinein. 
  • Siesta F1’: Zucchini-Sorte mit gelber Schale und deutlichen weißen Streifen. Sie ist besonders dekorativ und besitzt ein gutes Aroma.

Die leuchtenden Früchte der Sorte 'Gold Rush' schmecken besonders fein. - Bild von MonikaP auf Pixabay 

Sorten erhalten & eigene Samen gewinnen

Kürbisgewächse kreuzen sich gerne untereinander, das heißt die Sorten vermischen sich. Wenn du also eigenes Saatgut von einer besonders ertragreichen Sorte erhalten willst, solltest du nur eine samenfeste Pflanzen im Garten anbauen. Verzichte auf den gleichzeitigen Anbau von Zucchini und Kürbis, insbesondere Zierkürbis in der gleichen Saison. Bei einer Kreuzung kann die Sorte sonst ihre spezifischen Eigenschaften verlieren. Außerdem kann es zur vermehrten Einlagerung des Bitterstoffs Cucurbitacin kommen. Er macht die Früchte nicht nur ungenießbar, sondern auch giftig. Die ursprünglichen Zucchini-Sorten bildeten Cucurbitacin als natürlichen Fraßschutz. In neueren Sorten wurde der Bitterstoff herausgezüchtet.

Neue Hybrid-Züchtungen (F1) können nicht über eigene Samen vermehrt werden, sie verlieren mit jeder Generation mehr von ihren eigentlichen Eigenschaften. Aus alten, samenfesten Zucchini-Sorten kann jedoch eigenes Saatgut gewonnen werden. Dazu werden die Samen mit dem Fruchtfleisch aus einer richtig ausgereiften Frucht gekratzt und in eine Schale mit lauwarmem Wasser gelegt. Nach einigen Tagen beginnt die Masse zu gären und das Fruchtfleisch löst sich auf. Anschließend werden die Kerne in einem groben Sieb abgewaschen und zum Trocknen ausgelegt. Beim Trocknen unbedingt darauf achten, dass das Saatgut wirklich komplett durchgetrocknet ist, sonst schimmelt es später. Saatgut sollte generell nie in der Sonne getrocknet werden, da dadurch die Keimfähigkeit geschwächt wird.

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Titelbild von helena munoz auf unsplash

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