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Annabell

Annabell (22) studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.

Ob roh, gebraten oder gegrillt, die Zucchini lässt sich vielseitig verwenden und ist in jedem Fall super lecker und gesund! Im Anbau ist sie sehr unempfindlich und ertragreich. Was es bei der Pflege einer Zucchini-Pflanze zu beachten gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Auf einen Blick:

  • Licht: Zucchinis haben einen hohen Lichtbedarf und sollten auf einem möglichst sonnigen Beet wachsen.
  • Wasser: Auch der Wasserbedarf der ursprünglich tropischen Pflanze ist sehr hoch. Sie sollte niemals trocken sein, sonst werden die Früchte bitter.
  • Temperatur: Aufgrund ihrer tropischen Herkunft sind Zucchini sehr wärmebedürftig und sollten nie vor den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden.
  • Nährstoffe: Zucchinis sind Starkzehrer und haben dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf.
  • Boden: Am liebsten wächst der kleine Kürbis auf einem nährstoffreichen, humosen Boden.
  • Pflanzabstand: 100 cm - eine Pflanze braucht ca. 1-2 Quadratmeter Platz
  • Pflanztiefe: 3 cm

Zucchini pflegen: Gießen & Düngen

Zucchinis sind Starkzehrer und haben dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf. Sie wachsen am liebsten auf einem nährstoffreichen, humosen Boden. Damit die Zucchini-Pflanzen sich gut entfalten können, sollte ein Pflanzabstand von einem Meter eingehalten werden. Bereite das Beet im Herbst oder im zeitigen Frühjahr mit reichlich Kompost, organischem Dünger und einer Mulchabdeckung vor. Auch eine Gründüngung im vorherigen Sommer kann helfen, eine nahrhafte Grundlage für die Starkzehrer zu schaffen. Während der Wachstumszeit sollte zwei bis drei Mal mit verdünnter Brennnesseljauche gegossen werden (Verhältnis ca. 1:10). Wer will, kann auch mit halbverrottetem Kompost rings um die Pflanze mulchen. Eine Zucchinipflanze sollte immer gleichmäßig feucht gehalten werden. Trockenheit kann zu Wachstumsstockungen und infolgedessen zu bitteren Früchten führen. Einen Teil der Arbeit erleichtert dir die Zucchini: Durch die großen Blätter beschattet die Pflanze den Boden von selbst und schützt ihn so vor Austrocknung. Zusätzlich kann eine Mulchschicht helfen den Boden rund um die Pflanze feucht zu halten.

Wichtig: Nie auf die Blätter gießen, da das günstige Bedingungen für den Befall mit Mehltau schafft.

Zucchini-Blätter abschneiden: wirksam gegen Pilzkrankheiten

Zucchinis sind relativ anfällig für Pilzerkrankungen (z.B. echter Mehltau oder Grauschimmel). Im natürlichen Pflanzenschutz wird häufig Schachtelhalm-Brühe auf die betroffenen Stellen gesprüht. Schachtelhalm-Brühe kann auch vorbeugend auf einem vorbelasteten Beet oder vor dem Auspflanzen einer anfälligen Kultur eingesetzt werden. Biologische Pflanzenschutzmittel müssen meist mehrmals und in regelmäßigen Abständen angewandt werden, bei starkem Befall solltest du sogar täglich sprühen. Schneide stark befallene Blätter mit einem scharfen Messer ab und entsorge sie im Biomüll.

Wichtig: Erkrankte Pflanzenteile nie auf dem Kompost entsorgen, sonst kann dieser ebenfalls infiziert werden!

  • Echter Mehltau: Mehliger Belag auf den Blättern, früheres Vertrocknen. Echter Mehltau breitet sich auch bei sonnigem Wetter aus. Vorbeugend wirken: Mehltauresistente Sorten, luftiger Stand, Überdüngung vermeiden, kranke Zucchini-Blätter abschneiden, Schachtelhalm- oder Knoblauchtee sprühen, Mischkultur mit Knoblauch.
  • Grauschimmel: Grauer Schimmelbelag auf Blättern und Früchten, das Gewebe stirbt ab. Grauschimmel befällt vor allem schwache Pflanzen, wichtig sind also alle Maßnahmen, die ein gesundes Wachstum fördern. Vorbeugend wirken: Regelmäßige Bodenbearbeitung, luftiger Stand, Mulchen mit Stroh, Überdüngung vermeiden, Knoblauch als Zwischenkultur. Akut: Mehrere Tage hintereinander Schachtelhalm-Tee spritzen, kranke Zucchini-Blätter abschneiden.

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Bild von Ursula Schneider auf Pixabay 

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