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Marie

Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Tomaten zählen zu unseren Favoriten für den Anbau im eigenen Garten. Es gibt eine große Vielfalt an verschiedensten Sorten mit unterschiedlichen Wuchs- und Fruchtformen. Wenn du eine Auswahl an Saatgut getroffen hast, kannst du dich auf die Anzucht vorbereiten. Hierfür benötigst du lediglich Anzuchttöpfchen (mit einem Durchmesser von mind. 6 x 6 cm) und nährstoffarme, lockere Anzuchterde. 

Wann Tomaten aussäen?

Da Tomatenpflanzen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammen, sind sie viel längere Vegetationszeiten und wärmere Temperaturen gewöhnt. Damit sie ausreichend Zeit bekommen, sich zu entwickeln, müssen Tomaten bereits im Frühjahr zuhause ausgesät und vorgezogen werden. So bekommt die Pflanze einen Vorsprung und wird als Jungpflanze ausgepflanzt. Wann du Tomaten aussäen solltest ist sorten- und standortabhängig. Allerdings werden die meisten Sorten zwischen Mitte März und Anfang April ausgesät. Die Tropenpflanze liebt viel Licht und Feuchtigkeit. Stimmt das Verhältnis zwischen Licht und Wärme nicht, schießen die Pflanzen in die Höhe und vergeilen. Das Ergebnis sind instabile und anfällige Jungpflanzen. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, nicht zu früh mit der Aussaat zu starten. Sobald genügend Licht einfällt, kann die Tomatenpflanze das Wachstum schnell nachholen. Wenn du ein Gewächshaus hast und die Pflanzen dadurch früher in den Garten umziehen können, kannst du bereits im Februar mit der Anzucht beginnen. Zu diesem Zeitpunkt ist es jedoch wichtig, die Pflanze zusätzlich mit Licht zu versorgen.

So funktioniert die Tomaten-Aussaat

Du benötigst du einen hellen und warmen Ort, damit die Samen keimen. Um die Keimfreudigkeit der kleinen Samen zu heben, legst du sie für 6 Stunden in lauwarmen Kamillentee. Der Kamillentee tötet Keime und Erreger auf der Samenschale ab. Das macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Lege pro Anzuchttopf 2 bis 3 Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Benutze nährstoffarme, lockere Anzuchterde, damit deine Sämlinge sich gesund entwickeln und stabile Wurzeln ausbilden. Die Samen enthalten alle Nährstoffe, die der Keimling braucht, um die ersten Blätter auszubilden. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 24 - 28 °C. Um diese Temperaturen zu erreichen, hilft eine Abdeckung aus Plastik oder Glas. So entsteht ein Mini-Gewächshaus und optimale Bedingungen für die Tropenpflanze. Nun sollten die Samen innerhalb von 7 bis 14 Tagen keimen. Nach der Keimung benötigen die Keimlinge ein kühleres Plätzchen mit etwa 15 °C. Hier brauchen die Tomaten-Pflänzchen immer genügend Licht und regelmäßig Wasser, um zu gedeihen. Erfahre hier mehr zu der Tomaten-Anzucht auf der Fensterbank und im Gewächshaus. Für mehr Informationen zur Sortenwahl und Pflege klicke hier.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Anzucht! Bei Fragen, Problemen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org. Du willst das ganze Jahr über hilfreiche Gartentipps bekommen und deine eigenen Beete optimal planen? Dann registriere dich hier oder lade dir die alphabeet-App für Android oder iOS herunter.

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Titelbild von AndreasGoellner auf Pixabay.

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