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Marie

Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Tomaten gehören zu unseren Lieblingen für den Anbau im eigenen Garten. Die wärmeliebenden Pflanzen müssen in unseren Breiten bereits im Frühjahr auf der Fensterbank angezogen werden. Die Aussaat und Anzucht ist ganz einfach. Was es bei der Sortenwahl zu beachten gibt und wie du gesunde Tomaten-Jungpflanzen anziehen und anbauen kannst, erfährst du hier in dem Artikel. Wir geben dir hilfreiche Tipps zur Aussaat, Pflanzung und Pflege.

Auf einen Blick:

  • Lichtbedarf: sonnig
  • Nährstoffbedarf: hoch
  • Wasserbedarf: hoch, keine Staunässe
  • Boden: durchlässig, humus- und nährstoffreich
  • Keimtemperatur: 24 - 28 °C
  • Aussaat: Mitte März - Anfang April, wenn du ein Gewächshaus hast etwas früher
  • Auspflanzen: nach dem letzten Frost, im Gewächshaus früher
  • Pflanztiefe: 0,5 - 1 cm
  • Pflanzabstand: mind. 60 - 70 cm, je nach Sorte
  • Fruchtfolge: selbstverträglich, kann über mehrere Jahre am selben Standort kultiviert werden
  • Fruchtwechsel: gute Vor- und Nachkulturen sind Schwachzehrer, wie Salat und Radieschen

Pflanzenkunde: Allgemeines zu Tomaten

Tomaten gehören zu der Familie der Nachtschattengewächse. Ursprünglich stammen sie aus Mittel- und Südamerika. Heute sind sie auf der ganzen Welt verbreitet und eines unserer Lieblinge unter dem Fruchtgemüse. In ihrer Heimat wachsen sie mehrjährig. In unseren Breiten werden sie eher einjährig kultiviert, da die Bedingungen für einen mehrjährigen Anbau meist nicht gegeben sind. Die Pflanzen entwickeln je nach Sorte eine unterschiedliche Wuchs- und Fruchtform. Man unterscheidet zwischen Stab- , Busch- , Fleisch- und Cocktailtomaten. Ab Mai bilden sich kleine, gelbe Blüten in den Blattachseln. Aus ihnen entwickeln sich innerhalb von 2 Monaten grüne Beerenfrüchte. Je nach Sorte färben diese sich mit der Zeit rot, gelb oder schwärzlich. Mittlerweile gibt es über 3.000 Sorten. Je nach Standort solltest du eine geeignete Sorte für dich wählen. Alles in allem sind Tomaten einfach in der Anzucht und im Anbau. Es gibt nur ein paar Dinge, an die du dich in der Pflege halten solltest. Belohnt wirst du mit wunderbar aromatischen Früchten, die reich an Vitamin A, B, C und E, sowie Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Calcium sind.

Standort und Boden: Das brauchen Tomatenpflanzen

Der Boden sollte durchlässig, humus- und nährstoffreich sein. Auf schweren Böden mit Staunässe reagieren Tomaten oft mit Krankheiten. Das Wasser muss also immer gut abfließen können. Als Starkzehrer haben sie einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Zur Bodenvorbereitung kannst du Kompost oder ökologischen Tomatendünger einarbeiten. Damit deine Tomatenpflanzen gut gedeihen, solltest du ihnen ein sonniges, warmes, wind- und regengeschütztes Plätzchen suchen. In unseren Breiten empfiehlt sich ein Gewächshaus oder ein Folientunnel. Egal wo, die Tomatenpflanzen müssen auf alle Fälle überdacht stehen. Stehen sie ungeschützt im Regen, werden sie anfälliger für Krankheiten, vorallem Pilzkrankheiten.

Tomaten fühlen sich an einem sonnigen, warmen, wind- und regengeschützten Plätzchen am wohlsten. (Bild von Alexei_other auf pixabay)

Die richtige Tomatensorte finden

Bei der Auswahl kommt es vorallem darauf an, wo du deine Tomaten anpflanzen möchtest. Beim Anbau auf dem Balkon in Kübeln oder Töpfen eignen sich Buschtomaten wunderbar. Das sind kleinwüchsige, buschige Sorten, die Wuchshöhen von 20 cm erreichen. Für den Anbau in einem Gewächshaus oder einem Folientunnel eignen sich Stabtomaten. Sie haben einen langen Haupttrieb und können Wuchshöhen von bis zu 6 m erreichen. In einem Hobbygarten fehlt aber meist der Platz und die nötige Wachstumszeit, um sich zu dieser stattlichen Größe zu entwickeln. Zum Freiland-Anbau eigenen sich Wildsorten. Diese sind resistenter gegen Braun- und Krautfäule und weniger pflegeintensiv. Sie wachsen in der Regel eher buschig und neigen zum Verzweigen. Es gibt eine breite Vielfalt an Sorten. Du kannst beim eigenen Anbau frei nach deinem Geschmack und deinen Vorlieben wählen. Neben der Wuchsform gibt es große Unterschiede in Größe und Aroma der Früchte. Fleischtomaten zeichnen sich durch große, gerippte Früchte aus. Wohingegen Cocktail- oder Kirschtomaten kleine, süße Früchte bringen. Fleisch- und Cocktailtomaten gibt es jeweils als Busch- oder Stabtomaten.

Tomatensamen bestellen

Hast du eine geeignete Sorte gefunden, solltest du bis spätestens Februar oder Anfang März bestellen. So stellst du sicher, dass du rechtzeitig mit der Anzucht starten kannst. Wichtig ist hier, auf die Qualität des Saatgutes zu achten. Wir empfehlen biologisches oder Demeter-Saatgut. Gutes Saatgut ist das A und O für eine gute Ernte. Du hast noch kein Saatgut? Bei unserem Saatgut-Partner Beetfreunde findest du eine breite Auswahl an biologischem und Demeter-Saatgut für deine Garten-Saison.

Gutes Saatgut bringt gesunde Jungpflanzen und eine reiche Ernte. Achte auf eine gute Qualität. (Bild von AndreasGoellner auf Pixabay)

Damit du in der Flut an unterschiedlichen Sorten nicht untergehst, gibt es hier einen Überblick über Sorten zum Anbau auf dem Balkon, im Gewächshaus und im Freien:

  • Buschtomate Ida Gold: Sie ist eine ertragreiche, süße Cocktailtomate mit orange-goldenen Früchten. Die Früchte werden sehr früh erntereif und eignen sich besonders für den Frischverzehr. Diese pflegeleichte Sorte kann gut auf dem Balkon angebaut werden. Sie muss nicht ausgegeizt oder hochgebunden werden, sollte aber überdacht stehen.
  • Stabtomate/ Fleischtomate Rosa: Sie ist eine sehr große, runde bis flachrunde Fleischtomate mit aromatischem Geschmack. Ihre Früchte können bis zu 900 g wiegen. Rosa ist eine sehr wüchsige, mittelspäte Stabtomate. Diese Sorte eignet sich für den Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel.
  • Wildtomate/ Freiland-Tomate Rote Murmel: Diese resistente Sorte ist sehr ertragreich und bildet süße, kleine Früchte. Sie wächst mehrtriebig und braucht genug Platz, um sich entfalten zu können. Da sie nicht ausgegeizt oder hochgebunden werden muss, ist sie sehr pflegeleicht. Die Rote Murmel eignet sich gut für den Anbau im Freiland.

Tomaten anziehen: Das brauchst du

Ist dein Saatgut auf dem Weg zu dir, kannst du dich auf die Anzucht vorbereiten. Dafür benötigst du lediglich Anzuchttöpfchen (mit einem Durchmesser von mindestens 6 x 6 cm) oder kleine Töpfe und Anzuchterde. Es ist wichtig, dass sich keine Staunässe bildet und das Wasser immer gut abfließen kann. Wenn du keine Anzuchttöpfchen hast, kannst du ganz einfach Dinge recyceln und umfunktionieren. Eierkartons und leere Joghurtbecher eignen sich ebenfalls. Hier empfiehlt es sich, kleine Löcher an die Unterseiten zu machen, damit auch hier das Wasser gut abfließen kann. Benutzt du Eierkartons, solltest du regelmäßig überprüfen, ob sich Schimmel gebildet hat.

Tomaten anziehen: Vor der Aussaat

Um die Keimfreudigkeit der kleinen Samen zu heben, legst du sie für 6 Stunden in lauwarmen Kamillentee. Tomatensamen haben eine samtige, leicht behaarte Hülle, die wie eine natürliche Keimhemmung funktioniert. Durch das Einweichen wird die Keimung stimuliert und deine Sämlinge gedeihen zuverlässiger. Außerdem hilft ein Kamillensud, die Widerstandfähigkeit gegenüber Krankheiten zu erhöhen. Besonders gegen Schimmelbildung ist das ein effektives Mittel.

Kamillentee tötet Keime und Erreger auf der Samenschale ab. Durch das Einweichen bekommen die Samen außerdem das Signal, die Keimung einzuleiten. Das sorgt für eine zuverlässigere Keimung und ein gutes, gesundes Wachstum der Pflänzchen. (Bild von congerdesign auf pixabay)

Tomaten aussäen: Der richtige Zeitpunkt

So wie die meisten Fruchtgemüse, werden Tomaten nicht direkt gesät, sondern im Haus vorgezogen. Der richtige Zeitpunkt, um mit der Anzucht auf der Fensterbank zu beginnen, ist ab Mitte März bis Anfang April. Tomaten sind sehr lichtbedürftige Pflanzen. Stimmt das Verhältnis zwischen Licht und Wärme nicht, schießen die Pflanzen in die Höhe und vergeilen. Das Ergebnis sind instabile und anfällige Jungpflanzen. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, nicht zu früh mit der Aussaat zu starten. Sobald genügend Licht einfällt, kann die Tomatenpflanze das Wachstum schnell nachholen. Wenn du ein Gewächshaus hast und die Pflanzen früher ins Freiland umziehen können, kannst du mit der Anzucht auch schon ein bisschen früher anfangen.

Tomaten aussäen: So funktioniert's

Lege pro Anzuchttöpfchen 2 bis 3 Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 24 - 28 °C. Um diese Temperaturen zu erreichen, hilft eine Abdeckung (diese ist bei Anzuchtschalen manchmal mit dabei). Ansonsten kannst du auch ein Glas über die Samen stülpen. So entsteht ein Mini-Gewächshaus und deine Samen sollten innerhalb von 7 bis 14 Tagen keimen. Nach der Keimung benötigen die Keimlinge ein kühleres Plätzchen mit etwa 15 °C. Die Samen und Keimlinge benötigen für eine zuverlässige Keimung und ein gesundes Wachstum immer viel Licht. Wenn du eine besonders dunkle Wohnung hast, kannst du dir eine spezielle Pflanzenlampe anschaffen. Oder, du stellst einen Spiegel neben die Anzuchtschalen. Das hilft auch, um dem vergeilen vorzubeugen. Nach 2 bis 3 Wochen werden die Pflänzchen pikiert, das heißt jede Jungpflanze bekommt einen eigenen Topf. Um ihre Stabilität zu erhöhen, setzt du die Pflanzen tiefer in die Erde als zuvor. Aus dem Stängel des Sprosses wachsen dann neue Wurzeln, die ihr mehr halt geben. Während der Anzucht ist regelmäßiges gießen der Pflanzen sehr wichtig. Zu Beginn reicht es, die Keimlinge 2x täglich (morgends und abends) zu besprühen. So ist die Gefahr nicht so groß, dass Staunässe entsteht. Nach dem Pikieren kannst du dann normal gießen. Wichtig ist, dass die Erde niemals austrocknet.

2 bis 3 Wochen nach der Keimung werden die Pflänzchen pikiert. Setze sie etwas tiefer in die Erde als zuvor, das erhöht ihre Stabilität. (Bild von AndreasGoellner auf pixabay)

Tomaten auspflanzen: Von der Fensterbank ins Freie

Geschafft! Aus den kleinen Samen sind gesunde Jungpflanzen geworden. Nach den letzten Frösten (meist Mitte Mai) können sie ins Freie. Wenn du ein Gewächshaus hast, musst du nicht so lange warten. Etwa 2 bis 3 Wochen nach dem Pikieren können sie dann ausgepflanzt werden. Bevor die Jungpflanzen ins Freie gesetzt werden, solltest du sie etwa eine Woche Schritt-für-Schritt an das Außenklima mit Wind, Regen, Sonne und wechselnden Temperaturen gewöhnen. Stelle die Pflanzen dafür für einige Stunden am Tag ins Freie, die Zeit wird dabei jeden Tag schrittweise verlängert. Achte zu Beginn darauf, dass sie geschützt stehen und kein direktes Sonnenlicht (vorallem keine direkte Mittagssonne) abbekommen. Bei plötzlichen Wetterumschwüngen mit starkem Wind oder Regen solltest du schnell reagieren und die Pflanzen reinholen. Um das Wachstum anzuregen, lasse den Wurzelballen kurz vor dem Auspflanzen einmal etwas austrocknen. Damit der Umzug ins Freie besser gelingt, lockerst du den Boden vorher auf. Das erleichtert den Wurzeln den Weg durch das Erdreich. Um den Pflanzen mehr Stabilität zu geben, setze sie tiefer in die Erde als zuvor. Damit jede Pflanze genug Platz zum Wachsen und Gedeihen bekommt, achte auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen. Das ist sortenabhängig, sollten aber mindestend 60 - 70 cm sein. Um den Platz unter den Tomatenpflanzen zu nutzen, kannst du kleinwüchsige Kulturen wie Basilikum unterpflanzen. Diese Pflanzen ergänzen sich nicht nur geschmacklich gut, sondern unterstützen sich in einem gesunden Wachstum und gegen unerwünschte Besucher. Zu guter Letzt bringe eine Mulch-Schicht aus. Besonders in einem Gewächshaus kann die Erde schnell austrocknen. Eine Mulch-Schicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und liefert nebenbei neue Nährstoffe.

Die richtige Pflege von Tomaten: Das gibt es zu beachten

  • Regelmäßiges Gießen: Tomaten sind sehr durstige Pflanzen und eine kontinuierliche, gleichmäßige Wasserversorgung ist sehr wichtig. Zu wenig oder zu viel Wasser beeinträchtigt sie in ihrem Wachstum. Ein Zeichen für Trockenstress sind stark eingerollte Blätter. Sollte deine Tomate schon unter Trockenheit leiden, musst du sie vorsichtig gießen. Ein zu extremer Unterschied in der Wasserversorgung kann heranreifende Tomaten zum Platzen bringen. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen solltest du stets von unten gießen. Die Blätter sollten dabei kein Wasser abbekommen, da sie ansonsten durch direkte Sonneneinstrahlung verbrennen können.

Durch eine unregelmäßige Wasserversorgung können die Tomaten aufplatzen. (Bild von Wildschuetz auf pixabay)

  • Ausreichende Nährstoffversorgung: Tomaten sind Starkzehrer. Damit sich gesunde und aromatische Früchte entwickeln können, benötigen sie vorallem Stickstoff, Phosphat und viel Kalium. Kalium reguliert den Wasserhaushalt und sorgt für stabile Zellwände. Außerdem werden die Pflanzen widerstandfähiger gegen Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall. Um einem Nährstoffmangel vorzubeugen solltest du bei Freilandtomaten vor dem Auspflanzen Kompost in den Boden einarbeiten. Ansonsten gilt: etwa 2 bis 4 Wochen nach dem Aussetzen wird das erste Mal gedüngt und dann alle 4 Wochen. Einen Nährstoffmangel erkennst du häufig an den Blättern. Sie färben sich gelb und nur das Gewebe entlang der Hauptader bleibt grün.
  • Rank- oder Stützhilfen: Besonders Stabtomaten freuen sich über eine kleine Stütze. Kleinwüchsige, buschige Wild- oder Buschtomaten dagegen kommen auch ohne zurecht. Hierfür eignen sich Stäbe aus Holz, Spiralstäbe oder Schnüre. Binde deine Tomatenpflanzen zusätzlich an den Stützhilfen fest. Achte beim Binden darauf, sie nicht zu verletzen. Über verletzte Stellen können Krankheiten und Erreger einfacher eindringen. Am besten eignen sich daher Spiralstäbe. Hier wird das Binden überflüssig, da Tomaten gegen den Uhrzeigersinn wachsen und durch Spiralstäbe optimal stabilisiert werden.

Besonders Stabtomaten freuen sich über eine Rankhilfe für mehr Stabilität. (Bild von manfredrichter auf pixabay)

  • Ausgeizen & Entblättern: Von Juni bis September solltest du wöchentlich ausgeizen. Dabei werden neue Triebe, die in den Blattachseln wachsen, entfernt. Vor allem Sorten, die eintriebig gezogen werden (Stabtomaten) sollten ausgegeizt werden. Dadurch werden die Triebe und Fruchtansätze reduziert und das Wachstum großer, aromatischer Früchte gefördert. Zusätzlich kannst du die unteren Blätter bis zum ersten Blütenansatz entfernen. So sorgst du für eine bessere Durchlüftung, vor allem wenn deine Pflanzen im Gewächshaus stehen und beugst Krankheiten vor. Keine Angst, deinen Tomatenpflanzen schadet das nicht. Für sie sind hauptsächlich die oberen Blätter wichtig, um Sonnenlicht aufzufangen. Die Blätter und Geiztriebe eignen sich wunderbar als Mulch für die Tomatenpflanzen. Einige Geiztriebe kannst du wurzeln lassen und weiterkultivieren.
  • Fruchtwechsel & Fruchtfolge: Tomaten sind selbstverträglich und können unter Umständen viele Jahre am selben Standort kultiviert werden. Bei starkem Befall von tomatenspezifischen Krankheiten wie Wurzelälchen oder der Korkwurzelkrankheit, kann allerdings ein Standortwechsel helfen. Als Vorkultur und Nachkultur eignen sich Schwachzehrer, wie beispielsweise Salat oder Radieschen. So wird der Boden nicht ausgelaugt und kann seine natürlichen Reserven wieder auffüllen.

Tomaten sind selbstverträglich und können unter Umständen viele Jahre am selben Standort kultiviert werden. (Bild von Artem Beliaikin auf pexels)

  • Regelmäßig auf Krankheiten untersuchen: Neben Symptomen, die durch eine unregelmäßige Bewässerung oder Nährstoffmangel verursacht werden, können Tomaten auch verschiedene Krankheiten bekommen. Diese gilt es frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, um keine Einbußen in der Ernte zu erleiden. Überprüfe regelmäßig die Blätter und Früchte auf Verfärbungen oder Veränderungen in der Struktur. Entferne kranke Pflanzenteile und behandle die Tomatenpflanze.

Die häufigsten Krankheiten und Schädlinge bei Tomaten

  • Kraut- und Braunfäule: Eine Pilzkrankheit, bei der sich grau-grüne bis braun-schwarze Flecken auf den Blättern, Stängeln und Früchten ausbreiten. Entsteht oft bei zu feuchter Witterung.
  • Frucht- und Stängelfäule: Dieser Pilz zeigt sich zuerst am Stängelansatz älterer Pflanzen und breitet sich dann aus. Dadurch funktioniert der Wassertransport im Stängel nicht mehr richtig und Früchte und Blätter fangen an zu verkümmern.
  • Dürrfleckenkrankheit: Diese Pilzkrankheit verbreitet sich auf den Blättern von unten nach oben. Die befallenen Blätter und Stängel bekommen rundliche, grau-braune Flecken und rollen sich schließlich ein. Die Früchte werden weich und matschig.
  • Echter Mehltau: Typisch mehlig-weißlicher Belag auf den Blättern und Stängeln. Die Blätter welken und fallen ab.
  • Tomatenminierfliege: Diese Fliege legt auf und unter den Blättern ihre Eier. Die Larven fressen sich dann durch das Innere der Blätter und hinterlassen deutlich sichtbare Gänge. Nützlinge, wie die Schlupfwespen helfen bei der natürlichen Bekämpfung.
  • Tomatenmotte: Die Raupe der Tomatenmotte liebt es Tomatenblätter und -früchte zu essen. Du erkennst sie an ihrer grün-braunen Färbung mit dünnen, gelben Streifen. Bei einem Befall kannst du sie einfach absammeln und umsiedeln.
  • Tomatenrostmilbe: Bei einem Befall färben sich die Blätter gelb und die Haupttriebe und Stängel werden braun. Junge Früchte platzen auf und fallen ab. Hier hilft leider nichts mehr und die Pflanze sollte schnell entsorgt werden.

Bei Wachstumsstörungen sind nicht immer Krankheiten oder Schädlinge der Auslöser. Tomaten reagieren empfindlich auf unterschiedlichste Umwelteinflüsse und schlechte Pflege. Durch ein unausgewogenes Angebot an Nährstoffen kann beispielsweise Blütenendfäule (Kalziummangel) oder Löffelblätter (Überdüngung) entstehen. Vorsorge und eine gute Pflege von Anfang an ist hier am besten. So wirst du am meisten Freude mit deinen Tomatenpflanzen haben.

Wir hoffen, du hast nun alles was du brauchst, um Tomaten selber anzubauen. Für Fragen und Anmerkungen schreib uns gerne unter magazin@alphabeet.org oder teile deine Erfahrungen auf Social Media mit uns. Um keinen Artikel mehr zu verpassen, folge uns auf Instagram und Facebook oder melde dich direkt zu unserem Newsletter an.

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Titelbild von Dani California auf unsplash.

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