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Annabell

Annabell (22) studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.

Bohnen gehören ebenso wie Erbsen zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie sind besonders reich an pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen und enthalten zudem wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Doch nicht nur für uns Menschen sind Bohnen nahrhaft, sie haben auch einen positiven Effekt auf den Boden. Bohnen und andere Leguminosen gehen nämlich eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien ein. Die Bakterien bilden dabei kleine Knöllchen an den Wurzeln, deshalb werden sie auch als Knöllchenbakterien bezeichnet. Sie sind in der Lage, atmosphärischen Stickstoff so umzuwandeln, dass er pflanzenverfügbar wird. So werden nicht nur die Bohnen selbst, sondern auch der Boden mit Stickstoff versorgt.

Stangenbohnensorten


Die rankenden Stangenbohnen werden bis zu drei Meter hoch und brauchen daher eine Kletterhilfe. Auch hier ist die Vielfalt an Sorten kaum überschaubar. Es gibt grüne, gelbe, gescheckte und violette Sorten. Die 'Berner Landfrauen' und die 'Neckarkönigin' sind an unsere regionalen Klimaverhältnisse angepasst und deshalb bei vielen Gärtner:innen sehr beliebt. Die violette 'Blauhilde' wird beim Kochen grün. Gelbe Bohnensorten werden auch als Wachsbohnen bezeichnet, zu ihnen gehören die Sorten 'Neckargold', 'Berner Butter' und die 'Goldmarie'.

Unter den Bohnen gibt es eine riesige Vielfalt. (Photo by Eniko Torneby on Unsplash)

Stangenbohnen säen


Die Aussaat erfolgt erst ab Mitte Mai, sonst faulen die Samen in der kalten Erde. In der Pflege sind sie etwas anspruchsvoller als ihre buschigen Verwandten: Sie brauchen mehr Wärme, Wasser, Nährstoffe und vor allem mehr Platz! Der Nährstoffbedarf kann mit Kompost und organischem Dünger mit geringem Stickstoffanteil wie z.B. Holzasche oder Knochenmehl gedeckt werden. Als Rankhilfe werden 2 m hohe Holzstangen verwendet. Diese werden entweder senkrecht eingegraben oder in Reihen aneinander gelehnt und mit einer Querstange stabilisiert. Dabei unbedingt auf die Himmelsrichtung achten, damit die Bohnen sich nicht zu sehr selbst beschatten. Alternativ dazu kann aus den Stangen auch ein "Bohnentipi" (= Zelt) gebaut werden. Um jede Stange wird ein 3 cm tiefer Kreis gezogen, in dem jeweils 6-8 Bohnen platziert werden.

Stangenbohnen ernten


Laufend frische Ernte über den Sommer verteilt. Die jungen, zarten Bohnen schmecken am feinsten. Ernte Stangenbohnen also lieber früh, bevor sie hart werden. Sie können mitsamt der Hülse verwertet werden. Bohnen müssen immer gekocht werden, da sie in rohem Zustand giftig sind! Um eigene Samen zu gewinnen, einfach die Hülsen vollständig an der Pflanze ausreifen und abtrocknen lassen. Dann die Bohnensamen aus den trockenen Hülsen lösen, nochmals nachtrocknen lassen und fürs nächste Jahr aufbewahren. Bohnensamen sind in der Regel 3-4 Jahre haltbar.

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