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Marie

Marie (23) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Salbei (Salvia) ist Teil der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Seit langer Zeit findet er Anwendung als Gewürzkraut in der Küche oder als Heilpflanze in der Medizin. Man kann ihn ganz einfach im Garten oder auf dem Balkon in einem Topf kultivieren. Alles, was der Salbei zum Gedeihen braucht, ist ein sonniges, windgeschütztes Plätzchen mit durchlässiger Erde. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Salbeipflanze pflegen, überwintern und vermehren kannst.

Auf einen Blick:

Salbei pflegen

  • mäßig gießen, da Slabei gut an Trockenheit angepasst ist
  • Mulch-Schicht aufbringen bei leichten Böden
  • regelmäßiger Rückschnitt

Salbei überwintern

  • winterharte Sorten wie der Echte Salbei oder der Muskatellersalbei brauchen erst ab Frösten unter -10 °C ein Vließ als Schutz
  • buntlaubige Sorten wie der Honigmelonen-Salbei sind nicht winterhart und müssen an einem hellen Ort mit Temperaturen zwischen 5 bis 15 °C überwintern

Salbei vermehren

  • zwischen Ende April und Anfang Juni kann der Salbei durch Stecklinge vermehrt werden
  • schneide unverholzte Triebspitzen mit drei bis vier Blattpaaren ab und entferne alle Blätter bis auf zwei, die Übrigen werden bei der Hälfte eingekürzt
  • lasse den Steckling in Wasser Wurzeln ziehen

Salbei pflanzen

In unseren Breiten ist es nicht ganz so warm und sonnig wie in der Heimat des Küchenkrauts. Aus diesem Grund werden Salbeisamen ab März bis April auf der Fensterbank vorgezogen. Die Samen werden 1 cm tief in nährstoffarme Anzucht- oder Kräutererde ausgesät und gleichmäßig feucht gehalten. Nach 7 bis 14 Tagen erscheinen die kleinen Keimlinge. Nach den letzten Frösten kann die Pflanze dann in den Garten umziehen. Vor dem Umzug solltest du die empfindlichen Jungpflanzen etwa eine Woche lang abhärten und an das Außenklima, sowie direkte Sonneneinstrahlung gewöhnen. Was es beim Auspflanzen zu beachten gibt und wie man Salbeistecklinge auspflanzt, kannst du hier nachlesen. Eine Direktsaat ins Freiland ist erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) möglich. 

Salbei richtig pflegen: Das gibt's zu beachten

Einmal im Garten angekommen, ist der Salbei keine komplizierte Kultur für den Anbau und bedarf wenig Pflege. Er ist gut an Trockenheit angepasst und versorgt sich mit seinen tiefen Wurzeln mit Wasser. Daher solltest du nur mäßig gießen, sodass das Wasser sich nicht anstauen kann. Hier gilt: weniger ist mehr. Er ist nicht besonders hungrig nach Nährstoffen und ist leicht zufriedenzustellen, sodass in der Regel nicht nachgedüngt werden muss. Gegenüber Krankheiten ist der Echte Salbei unempfindlich. Lediglich bei starkem Regen mit Staunässe nach einer Trockenzeit ist er anfällig für den echten Mehltau.

  • Bei sehr leichten Sandböden hilft eine Mulch-Schicht im Frühjahr, um die Wasserverdunstung zu verringern und Nährstoffe in den Boden einzutragen.
  • Gewürz- und Heilkräuter müssen unbedingt regelmäßig geschnitten werden. Das hält den Strauch in Form, regt das Wachstum neuer Triebe an und verhindert das Absterben von verholzten Trieben. Da eine Schnittmaßnahme mit Stress für die Pflanze verbunden ist, eignet sich der Herbst nicht für einen Schnitt. Bei auftretenden Frösten oder viel Regen kann sonst die Pflanze geschädigt werden. Besser ist ein Schnitt nach der Ernte im Sommer sowie ein stärkerer Verjüngungsschnitt vor der Vegetationsperiode im zeitigen Frühjahr, allerdings erst, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.
  • Achtung: Der Salbei ist unumstritten eine wertvolle Heilpflanze. Allerdings ist der Verzehr über einen längeren Zeitraum nicht ratsam, da seine ätherischen Öle das Nervengift Thujon enthalten. Einzig die Sorte ,,Spanischer Salbei" (Salvia landulifolia) enthält kein Thujon.

Salbei braucht einen regelmäßigen Rückschnitt, so bleibt er in Form. Bild von _Alicija_ auf Pixabay.

Salbei überwintern

Nicht jede Salbeisorte ist winterhart und kann draußen überwintern. Sorten wie der Echte Salbei (Salvia officinalis) oder der Muskatellersalbei (Salvia sclarea) sind winterharte Salbeiarten. Lassen sie alle Zweige über den Winter an der Pflanze. Selbst wenn sie welken, bieten sie zusätzlich Schutz vor der Kälte. Die Pflanze zieht sich in den Wurzelballen und den Schutz der Erde zurück und treibt im Frühjahr neu aus. Der Silberblatt-Salbei (Salvia argentea) ist besonders resistent gegenüber Kälte und überdauert Temperaturen bis -28 °C. Obwohl einige Sorten winterhart sind, sollten sie bei Frösten unter -10 °C mit einem Vlies geschützt werden.

Buntlaubige Sorten sind empfindlicher und sollten den ganzen Winter geschützt werden. Hierzu zählen exotische Salbeiarten, wie der Honigmelonen-Salbei (Salvia elegans) oder der himmelblaue Enzian-Salbei (Salvia patens). In ihrer Heimat brauchen sie keine Winterhärte, daher reagieren sie sehr empfindlich auf Kälte. Diese Sorten sollten am besten in einem Topf angebaut werden und über den Winter an einem hellen Ort mit Temperaturen zwischen 5 bis 15 °C stehen. Beim Anbau in einem Topf ist es besonders wichtig, den Kübel und die Pflanze gut mit einem Vlies einzupacken. Durch den Topf kommt die Kälte einfach hindurch und gelangt direkt zu den Wurzeln, was den Strauch besonders angreifbar macht. Stelle die Pflanze anschließend auf isolierendes Material wie Holz an einen wind- und kältegeschützten Ort. Ein Platz an einer Hauswand mit viel Sonne oder ein unbeheiztes Gewächshaus eignet sich hierfür sehr gut.

Salbei vermehren

Der Salbei lässt sich nur durch Stecklinge vermehren. Die beste Zeit diese Stecklinge zu machen, ist zwischen Ende April und Anfang Juni. Zu dieser Zeit ist der Reifegrad der Triebe optimal: nicht zu weich, aber noch nicht verholzt. Die Stecklinge kannst du direkt mit einem Rückschnitt verbinden, das hält den Strauch in Form.

Möchtest du einen Ableger machen, schneidest du sogennante Kopfstecklinge ab, das sind unverholzte Triebspitzen mit drei bis vier Blattpaaren. Schneide sie direkt unter einem Blattknoten mit einem schrägen Schnitt ab, denn hier ist die Konzentration von Wuchsstoffen am größten und der Steckling kann einfacher Wurzeln ausbilden. Diese Triebspitzen werden dann zum Wurzeln ziehen in Wasser gestellt. Dafür werden die unteren Blätter entfernt. Es sollten mindestens zwei Blätter stehen bleiben. Die anderen Blätter würden der Pflanze nur Energie rauben, die sie nun in die Wurzelbildung stecken sollte. Die übrig gebliebenen Blätter werden etwa bei der Hälfte eingekürzt. So wird die Oberfläche verkleinert, es verdunstet weniger Wasser und das Anwachsen wird erleichtert.

Durch Stecklinge kann man den Salbei ganz einfach vermehren. Bild von elle_kh auf Pixabay.

Ich wünsche dir Viel Erfolg beim Salbei anbauen. Hoffentlich hast du nun alles was du wissen musst, um deinen Salbei erfolgreich zu pflegen, vermehren und überwintern.

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von anaterate auf Pixabay.

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