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Marie

Marie (23) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Die anspruchslose Rosmarinpflanze ist mit ihren wunderschönen Blüten und aromatischen Blättern ein echter Hingucker in jedem Garten. Die Blätter haben wertvolle Inhaltsstoffe und können frisch oder getrocknet verwendet werden. In unseren Breiten ist der Anbau im Garten und in einem Topf möglich. Wie du Rosmarin pflanzen kannst und was es bei der Pflege zu beachten gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Auf einen Blick:

Rosmarin pflanzen

  • Standort: warmer, vollsonniger Ort mit mäßig trockenem, durchlässigem Boden
  • Anzucht: Ab Mitte März
  • Direktsaat ins Freiland: Ende Mai/Anfang Juni
  • Saattiefe: Lichtkeimer, nur leicht mir Erde bedecken
  • Keimtemperatur: 16 bis 24 °C
  • Pflanzabstand: 40 cm
  • Reihenabstand: 50 cm

Gute Nachbarn: Lavendel, Thymian, Ysop, Basilikum, Brombeere, Möhren, Oregano, Ringelblume, Salbei

Schlechte Nachbarn: Frühlingszwiebeln, Liebstöckel, Mairübe, Schnittlauch, Topinambur

Allgemeines zum Rosmarin

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein klassisches mediterranes Küchen- und Heilkraut. Er gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ab März bis etwa Anfang Mai blüht der Rosmarin und man kann seine wunderschönen blauvioletten bis rosa-weißen Blüten bewundern, die zahlreiche Insekten anlocken und ihnen Nahrung bieten. Der immergrüne, buschige Halbstrauch wächst mehrjährig und kann je nach Sorte und Standort Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen. 

Der richtige Standort für die Rosmarinpflanze

In seiner Heimat wächst der Rosmarin in kargen, steinigen Landschaften. Aus diesem Grund steht er bevorzugt auf mäßig trockenen, durchlässigen Böden, die gerne auch kalkhaltig sein dürfen. Er ist gut an Trockenheit angepasst und an viel Sonne und Wärme gewöhnt. Aus diesem Grund solltest du einen warmen, vollsonnigen Ort aussuchen mit lockerem Boden, auf dem keine Staunässe entstehen kann. Man kann Rosmarin sowohl im Topf als auch im Garten anbauen. Allerdings sind einige Sorten nur bedingt winterhart, hier eignet sich der Anbau im Topf besser. Dann kannst du den Strauch zum Überwintern ganz einfach an einen wärmeren Ort stellen.

Der Rosmarin freut sich über einen vollsonnigen, warmen Standort. Bild von Hans auf Pixabay.

Rosmarin pflanzen

Aussaat

Besonders die jungen Rosmarinpflanzen sind sehr kälteempfindlich und müssen auf der Fensterbank vorgezogen werden. Ab Mitte März können die kleinen Samen ausgesät werden. Da der Rosmarin ein Lichtkeimer ist, werden sie nur leicht mit Erde bedeckt und anschließend regelmäßig befeuchtet. An einem warmen, hellen Ort kann die Keimung nun bis zu fünf Wochen dauern. Alternativ kann direkt ab Ende Mai/Anfang Juni ins Freiland ausgesät werden. Mit Keimtemperaturen zwischen 16 und 24 °C hat der Rosmarin es in unseren Breiten im Garten meist relativ schwer zu keimen. Zudem keimen Rosmarinsamen nicht besonders zuverlässig, da ist es oft einfacher, ein Pflänzchen beim Biohändler auf dem Markt zu kaufen.

Auspflanzen von Rosmarinstecklingen

Ab Mai ist es warm genug und der Rosmarin kann in den Garten ausgepflanzt werden. Damit der Halbstrauch sich wohl fühlt, solltest du den Boden vorbereiten. Zu schwere Böden werden mit Sand und Kies vermischt, zu leichte Böden mit etwas Kompost. Rosmarinpflanzen, die direkt in den Garten gepflanzt werden, profitieren von magerer Erde, so verwurzeln sie sich schneller und zuverlässiger. Das gleiche gilt auch für den Anbau in einem Topf: benutze eine möglichst nährstoffarme Kräutererde und achte darauf, dass das Wasser immer gut abfließen kann. Gibt deiner Rosmarinpflanze genug Platz: der Pflanzabstand ist 40 cm und der Reihenabstand 50 cm. Da Rosmarin sehr starkwüchsig ist, gilt: Je mehr Platz, desto besser. In seiner Heimat gibt es teilweise 2 m hohe Hecken aus Rosmarin.

  • Gute Nachbarn: Lavendel, Thymian, Ysop, Basilikum, Brombeere, Möhren, Oregano, Ringelblume, Salbei
  • Schlechte Nachbarn: Frühlingszwiebeln, Liebstöckel, Mairübe, Schnittlauch, Topinambur

Rosmarin mag andere mediterrane Kräuter wie Salbei und Thymian in seiner Nachbarschaft sehr gerne. Bild von silviarita auf Pixabay.

Rosmarin pflegen: Das gibt's zu beachten

  • Über unerwünschte Gäste brauchst du dir keine Sorgen machen, denn die ätherischen Öle der Rosmarinpflanze halten sie meist fern. Selten leidet Rosmarin unter einem Befall von Blattläusen, Wollläusen oder Spinnmilben
  • Je älter der Strauch, desto weniger mag er es, umgetopft zu werden. Sollte es dennoch notwenig sein, sei besonders vorsichtig. 
  • Rosmarin ist gut an Trockenheit angepasst und benötigt daher nur mäßig, aber regelmäßig Wasser. Das robuste Kraut ist wenig anfällig für Krankheiten, außer bei Staunässe. Dann kann es schnell zur Wurzelfäule oder Pilzkrankheiten kommen.
  • Ende März sollten alle Triebe aus dem Vorjahr bodennah eingekürzt werden. So bleibt der Strauch in Form. Ansonsten vergreist er, das bedeutet, dass sich Totholz bildet. So können Krankheiten und Schaderreger einfacher in die Pflanze eindringen.
  • Rosmarin ist sehr genügsam. Im Freiland muss nicht zusätzlich gedüngt werden. Topfpflanzen hingegen sollten zwei bis dreimal in einer Saison ein wenig gedüngt werden

Rosmarin ernten

Mit einem eigenen Rosmarin im Garten, kannst du das ganze Jahr über frisch vom Strauch ernten. Schneide dafür einzelne Blätter oder gleich ganze Triebspitzen mit einem scharfen Messer ab. Geerntet werden nur Teile, die noch keinen verholzten Stängel haben. Die Blätter können entweder frisch zum Kochen und Würzen verwendet, getrocknet oder in Öl eingelegt werden.

Wir hoffen, du hast einen kurzen Überblick über das Pflanzen von Rosmarin, seiner Pflege sowie der Ernte bekommen und wünschen dir viel Erfolg beim Ausprobieren! Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von Samueles auf Pixaybay.

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