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Marie

Marie (23) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Das Radieschen ist eine unkomplizierte Kultur, die auf nahezu allen Böden gedeiht. Aufgrund ihrer kurzen Kulturdauer kann sie vielfältig im Garten eingesetzt werden. Radieschen werden gerne als Zwischenkultur oder Lückenfüller genutzt. Aber auch für den Anbau auf dem Balkon eignet sich die gesunde Knolle sehr gut. Mit ihren wertvollen Vitaminen, Senfölen und Mineralstoffen bereichert sie unsere Küchen bis in den Herbst hinein. 

Auf einen Blick:

Radieschen säen

  • Direktsaat ab Februar/März
  • Pflanztiefe: 1 cm
  • Pflanzabstand: 3-4 cm
  • Reihenabstand: 10-15 cm
  • Standort: halbschattig bis sonnig

Radieschen ernten & lagern

  • erntereif nach 4 bis 8 Wochen (reife Radieschen haben etwa einen Durchmesser von 2-3 cm)
  • Lagerung einige Tage im Kühlschrank möglich

Radieschen säen

Radieschen werden in der Regel direkt ausgesät, ohne Vorkultur. Sie gehören zu den ersten Kulturen, die die Gartensaison eröffnen. Du kannst sie ab März direkt ins Freiland oder in einen Balkonkasten säen, falls du ein Gewächshaus hast sogar schon ab Februar. Die Samen werden etwa 1 cm tief mit einem Abstand von 3 bis 4 cm zueinander ausgesät. Zwischen den Reihen sollte der Abstand 10 bis 15 cm betragen. Lege die Samen nicht tiefer ab, da sich ansonsten eine längliche, holzige Knolle bildet. Nun kannst du bis September regelmäßig aussäen, damit du bis in den Herbst hinein frische Radieschen ernten kannst. Der Standort sollte im Hochsommer halbschattig sein, da das Radieschen ansonsten durch zu hohe Temperaturen zu Schossen beginnt. Vom Schossen spricht man, wenn ein Radies in die Höhe wächst und Blüten bildet. Im Frühjahr oder Herbst kann der Standort gerne sonnig sein.

Radieschen in einer Mischkultur

  • Gute Nachbarn: Salat, Spinat, Mangold, Feldsalat, Möhren, Pastinake, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Erdbeere, Stabtomate, Erbse, Buschbohne, Stangenbohne, Ringelblume, Kresse, Oregano, Strauchtomate, Kopfkohl, Grünkohl, Schwarzwurzel, Wirsing, Rosenkohl, Pak Choi, Chinakohl, Sojabohne, Palmkohl, Postelein, Minzuna
  • Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Zucchini, Gurke, Kerbel, Liebstöckel, Frühlingszwiebel, Rucola, Mairübe, Raddicchio, Topinambur, Steckrübe, Meerrettich

Fruchtfolge

Pflanzen der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), dazu gehören Radieschen, Rettiche, Meerrettich und verschiedene Kohlarten, sollten aufgrund der Fruchtfolge nicht mehrmals hintereinander im gleichen Beet angebaut werden. Gönne deinem Beet eine Pause von 3 Jahren, ansonsten riskierst du Krankheiten. Besser wäre hier eine Fruchtfolge mit Erbsen, Bohnen, Salat oder Spinat.

Radieschen ernten & lagern

Radieschen ernten

Nach 4 bis 8 Wochen sind deine Radieschen erntereif. Warte nicht zulange mit der Ernte, da sie mit zunehmender Größe sonst pelzig oder holzig werden und ihren typisch scharfen Geschmack verlieren. 

Ziehe das Radieschen nach 4 bis 8 Wochen vorsichtig aus der Erde. Bild von Skitterphoto auf Pexels.

Wann sind Radieschen erntereif?

Ein Radieschen ist mit 2 bis 3 cm Durchmesser erntereif und kann dann vorsichtig aus der Erde gezogen werden. 

Radieschen lagern

Generell werden Radieschen frisch verzehrt. Du kannst sie aber auch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Entferne hierzu die Blätter (diese können in einem Salat oder Pesto verwertet werden) und lege sie in eine Schüssel mit ein wenig Wasser.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Radieschen anbauen!

Hier findest du kurz zusammengefasst alles übers Radieschensprossen selbst ziehen. Einen ausführlichen Artikel über das Radieschen anbauen findest du hier.

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von Michaela Wenzler auf Pixabay

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