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Dünger: organisch vs. mineralisch

20.05.2019 . Lesezeit: 3 Minuten

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Jonas

Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.

Wenn du dich schon ein bisschen mit dem Gärtnern beschäftigt hast, bist du bestimmt schon über verschiedenste Dünger gestolpert. Es gibt sie in allen Formen und Farben — und mit den verschiedensten Inhaltsstoffen. Eine ganz grundlegende Unterscheidung ist die zwischen organischem und mineralischem Dünger.

In diesem Artikel findest du:

  1. Mineralischer Dünger
  2. Organischer Dünger

Mineralischer Dünger

Pflanzen brauchen bestimmte chemische Elemente um wachsen zu können. Diese können sie nur in bestimmten Formen aufnehmen. In mineralischen Düngern sind die Nährelemente in genau der Form enthalten, in der die Pflanze sie aufnehmen kann. Das sorgt dafür, dass mineralische Düngung meistens sofort anschlägt und Pflanzen, die an Nährstoffmangel leiden sich schnell wieder erholen können. Dieser Vorteil des mineralischen Düngers ist jedoch gleichzeitig auch sein größter Nachteil. Der Grund warum die Pflanzen die Nährstoffe so gut aufnehmen können, ist, dass sie im Boden sehr gut beweglich sind. Sie lösen sich gut in Wasser und sind nicht an Bodenpartikel gebunden. Das sorgt dafür, dass sie einerseits von Pflanzen leicht aufgenommen werden können, andererseits aber auch sehr auswaschungsgefährdet sind. Außerdem haben sie aufgrund ihrer hohen Mobilität nur eine sehr kurzfristige Düngewirkung. Ein weiteres Manko mineralischer Dünger ist ihr Herstellungsprozess. Die drei großen Pflanzennährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium, sowie viele der Mikronährstoffe werden auf sehr energieintensive Weise gewonnen — entweder aus der Atmosphäre oder in Bergwerken. Diese Herstellungsprozesse sind alles andere als umweltfreundlich. Wer also aus Umweltbewusstsein heraus gärtnert sollte wenn möglich ganz auf Mineraldünger verzichten. Denn es gibt genügend natürliche Alternativen.

Organischer Dünger

Organische Dünger zeichnen sich — wie ihr Name schon sagt — dadurch aus, dass sie aus organischer Substanz hergestellt werden. Die Nährelemente sind also teilweise in komplexeren Verbindungen festgesetzt und werden so mit der Zeit freigesetzt, wenn der Dünger im Boden von Mikroorganismen verarbeitet wird. Dadurch erhalten viele organische Dünger eine langfristige Düngewirkung. Je nach Ausgangsmaterial entspricht die Zusammensetzung des Düngers außerdem nicht nur den Bedürfnissen der Pflanzen, wie beim Mineraldünger, sondern stellt gleichzeitig eine Nahrungsquelle für Bodenorganismen dar. Die Vorteile davon kannst du hier nachlesen. Ein weiterer Vorteil organischer Düngemittel ist, dass du sie oft selbst herstellen kannst — ob Kompost, Pflanzenjauche oder Gründüngung: sobald dir ein Garten zur Verfügung steht hast du im Normalfall alles was du brauchst um diese Formen organischen Düngers selbst herzustellen (ausführliche Anleitungen hierzu folgen später).

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Fotos von Jason Parker-Burlingham [CC BY 2.0] und Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay

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