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Marie

Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an Sorten und Variationen bei Kürbissen. Über 850 Sorten begeistern uns jedes Jahr in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Geschmäckern. In unseren Breiten gibt es allerdings drei Arten, die dominieren und überwiegend angebaut werden. Dazu gehören Riesenkürbisse (Curcurbita maxima), zu ihnen zählt der beliebte Hokkaido-Kürbis, Moschuskürbisse (Cucurbita moschata), wie der Butternuss-Kürbis, und Gartenkürbisse (Cucurbita pepo). Zu diesen gehört unter anderem auch die Zucchini. 

Auf einen Blick:

  • Hokkaido-Kürbis: kleine Sorte mit einem Gewicht zwischen 1 - 3 kg; Schale ist essbar; geeignet für den Anbau auf dem Balkon; 5 bis 6 Monate lagerfähig
  • Bischofsmütze: besonders schönes, buntes Aussehen (erinnert an eine Mütze) mit schmackhaftem, süßem Fruchtfleisch
  • Birnen- oder Butternuss-Kürbis: kleine Sorte mit 0,5 bis 2,5 kg; Schale ist essbar
  • Muskatkürbis: große Sorte, die bis zu 30 kg schwere Früchte ausbilden kann; besonders lange lagerfähig (8-10 Monate)
  • Patisson-Kürbis: Schale kann mitgegessen werden; nur 2 Monate lagerfähig; Geschmack erinnert an Zucchini
  • Zucchini: neben den klassisch grünen Sorten, gibt es sie in einer Vielfalt an Variationen; besonders beliebt: Gold Rush
  • Spaghettikürbis: besonderes Fruchtfleisch, welches beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt; 5 bis 9 Monate lagerfähig

Kürbis-Sorten

Bei dieser großen Vielfalt an Sorten ist eine botanische Einteilung nicht ganz einfach. Hier in Deutschland werden hauptsächlich Speisekürbissse angebaut, die von dem Gartenkürbis (Cucurbita pepo), dem Moschuskürbis (Cucurbita moschata) und dem Riesenkürbis (Cucurbita maxima) abstammen. Weiter kann man zwischen Sommer- und Winterkürbis unterscheiden. Sommerkürbisse (z.B. Patisson- und Spaghettikürbis) haben eine dünne, weiche Schale, die zum Verzehr geeignet ist. Dadurch sind sie anfälliger für den Verderb und nur einige Tage haltbar. Winterkürbisse (z.B. Bischofsmütze, Butternuss-, Hokkaido- und Muskatkürbis) hingegen haben eine dickere, harte Schale, die nicht essbar ist. Dafür sind diese Kürbisse um ein vielfaches länger haltbar und können gut bis zu sechs Monate eingelagert werden. Einige Wintersorten, wie der Butternuss- oder Hokkaidokürbis bilden hier die Außnahme. Ihre Schale ist essbar und wird beim Kochen weich. Trotzdem kann man sie gut trocknen und lange lagern.

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Die häufigsten Kürbis-Sorten für den Hobbygarten oder Balkon

Riesenkürbisse (Cucurbita maxima)

  • Der Hokkaido-Kürbis ist der absolute Liebling unter den Kürbissorten. Mit einem Gewicht zwischen 1 bis 3 kg zählt er eher zu den kleineren Kürbis-Sorten und eignet sich daher auch für den Anbau auf dem Balkon. Es gibt unterschiedlichste Sorten, die in ihrer Farbe von grün bis hin zu orange variieren. Sorten wie ,,Uchiki Kuri”, ,,Red Kuri” oder ,,Green Hokkaido sind altbewährt und überzeugen jede/n Hobbygärtner:in mit ihrem nussig, milden Geschmack. Die Schale ist essbar und wird beim Kochen weich. Seine Früchte werden ab September bis hin zum ersten Frost geerntet und sind je nach Sorte rund 5 bis 6 Monate lagerfähig.
  • Die Bischofsmütze, auch bekannt als Turbankürbis, sieht wegen ihrer vielen Farben von weiß über orange bis zu grün besonders schön aus. Daher werden sie gerne als Zierkürbisse verwendet. Ihr schmackhaftes, süßes Fruchtfleisch eignet sich aber auch bestens zum Kochen und Backen. Die Ernte beginnt im September bis zum ersten Frost.
Der Hokkaido-Kürbis zählt zu unseren absoluten Lieblingen zum Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Bild von pixel2013 auf Pixabay.

Moschuskürbisse (Cucurbita moschata)

  • Der Birnen- oder Butternuss-Kürbis (engl. Butternut) hat eine glatte, leicht gelbe Schale mit hellorangenem süßlichem Fruchtfleisch. Diese Kürbisse bleiben zwischen 0,5 bis 2,5 kg schwer und somit relativ klein. Er enthält besonders wenige Kerne. Frisch geerntet kann man die Schale des Birnenkürbis mitessen. Seine Früchte kann man von August bis September ernten.
  • Muskatkürbisse (Muscat de Provence) werden bis zu 50 cm groß und zwischen 5 und 30 kg schwer. Im unreifen Zustand sind sie dunkelgrün und färben sich mit der Reife langsam hellbraun-orange. Ihr Fruchtfleisch schmeckt nussig, fruchtig mit einer leichten Muskatnote. Die harte Schale muss beim Kochen entfernt werden, allerdings macht sie ihn besonders lange lagerfähig (8-10 Monate). Die Ernte beginnt ab August bis Oktober. Unser Tipp: Durch ihre harte Schale kann man sie ausgehöhlt als Suppenschüssel oder Schale verwenden.

Gartenkürbisse (Cucurbita pepo)

  • Den Patisson-Kürbis gibt es in verschiedenen Farben. Von weißen, über gelbe und grüne sowie gestreifte oder gesprenkelte Exemplare ist wirklich alles mit dabei. Auch dieser Kürbis kann mit Schale gegessen werden, vorrausgesetzt er wurde früh geerntet. Wegen der weichen Schale ist dieser Kürbis nur bis zu 2 Monate lagerfähig. Die Erntezeit beginnt ab Juli bis Oktober. Der Geschmack der Frucht erinnert an den einer Zucchini.
  • Die Zucchini ist ebenfalls eine Unterart des Gartenkürbisses und Teil der Familie der Kürbisgewächse. Zucchinis gibt es in verschiedensten Formen und Farben. Neben den klassisch grünen Sorten gibt es sie in weiß oder gelb. Besonders beliebt bei Hobbygärtner:innen sind hier die gelben, länglichen Früchte der Sorte ,,Gold Rush".
  • Der Spaghettikürbis zeichnet sich durch sein besonderes Fruchtfleisch aus, das beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt. Sein Fruchtfleisch ist hellgelb und hat ein nussiges Aroma. Von außen ist er zunächst cremefarben und wird schließlich gelb. Er erreicht ein Gewicht zwischen 1 bis 3 kg. Seine Früchte kann man ab August bis in den Spätherbst hinein ernten. Sie sind 5 bis 9 Monate lagerfähig.
Der Spaghettikürbis zeichnet sich durch sein besonderes Fruchtfleisch aus, das beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Fasern zerfällt. Bild von Minikuerbisfarm auf Wikimedia Commons.

Ich hoffe, du hast einen Überblick über die Kürbis-Sorten bekommen und findest die Richtige für dich! 

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von von Hans auf Pixabay.

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