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Marie

Marie (23) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Kürbisse (Cucurbita) gehören zu den wärmebedürftigen Pflanzen. In unseren Breiten gibt man ihnen einen Wachstumsvorsprung und zieht sie auf der Fensterbank vor. So kannst du direkt starke Jungpflanzen auspflanzen und profitierst von deren Wachstumsvorsprung mit einer reicheren Ernte. Die Tropenpflanze wächst bei uns einjährig und bildet ihre Früchte an rankenden Trieben mit großen Blättern. Aus diesem Grund wird sie in vielen Mischkulturen als Bodendecker eingesetzt. So schützt sie den Boden vor dem Austrocknen und vor Erosion. Eine der bekanntesten Mischkulturen mit Kürbis ist die mit Bohnen und Mais (Milpa).

Auf einen Blick:

Anzucht (ab Mitte April)

  • ein Samen pro Anzuchttopf mit der Spitze nach unten aussäen
  • Aussaattiefe: 2-3 cm tief
  • Keimtemperaturen: 20 bis 24 °C; nach der Keimung: 16 bis 20 °C
  • Keimdauer: eine Woche

Auspflanzen (nach den Eisheiligen)

  • eine Woche vor dem Auspflanzen abhärten
  • Beet auflockern und mit Kompost oder Mist bearbeiten
  • besonders vorsichtig auspflanzen, da die Wurzeln leicht brechen
  • Wurzelballen 3 cm tiefer in die Erde setzen wie zuvor
  • Schneckenschutz anbringen (Schneckenzaun)

Allgemeines zur Kürbispflanze

Die Kürbispflanze hat ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika. Frühere Wildarten waren giftig und lange Zeit wurden nur die ölhaltigen Kerne als Nahrungsmittel genutzt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten, die für den Verzehr geeignet sind. Die Früchte der Kürbispflanze sind botanisch gesehen Beeren mit einer verholzten Außenhaut. Diese Art von Beeren nennt man deswegen auch Panzerbeere. Kürbispflanzen gedeihen am besten an einem sonnigen, geschützten Standort. Bei der Bodenart ist die Pflanze nicht sehr wählerisch. Sie wächst auf sandigen bis lehmigen Böden. Wichtig ist nur, dass immer genug Feuchtigkeit und Nährstoffe zur Verfügung stehen, da Kürbispflanzen starkzehrende und feuchtigkeitsliebende Pflanzen sind. Ein guter Standort ist daher am Fuße eines Kompost

Kürbis vorziehen: So einfach geht's

Kürbisse mögen warme Temperaturen. Bei Temperaturen unter 5 °C ist ihr Wachstum stark eingeschränkt und ihre Entwicklung verzögert. Aus diesem Grund ist es in unseren Breiten sinnvoll, Kürbisse zuhause vorzuziehen. Damit kannst du ab Mitte April loslegen. Lege dafür jeweils einen Samen etwa 2 - 3 cm tief in einen kleinen Topf mit Anzuchterde. Dabei sollte die Spitze des Samens nach unten zeigen. Achte auf eine gleichmäßige Bewässerung und eine gute Belichtung. Bei Temperaturen zwischen 20 bis 24 °C keimen die Samen in der Regel innerhalb einer Woche. Nach der Keimung reichen den Sämlingen dann aber kühlere Temperaturen zwischen 16 und 20 °C. Nach etwa 3 bis 4 Wochen sind die Jungpflanze dann bereit für das Freiland.

Kürbisse pflanzen: Das gibt's zu beachten

Damit die Jungpflanzen gut anwachsen, sollten sie bereits drei echte Blätter nach den Keimblättern gebildet haben. Beginne etwa 2 Wochen nach der Aussaat damit, sie langsam abzuhärten und auf ein Leben im Freien vorzubereiten. Stelle die Jungpflanzen dafür über einen Zeitraum von einer Woche jeweils ein paar Stunden ins Freie. So werden sie an das Außenklima, das Sonnenlicht und Temperaturschwankungen gewöhnt. Nach den Eisheiligen können die Jungpflanzen dann in ein vorbereitetes Beet umziehen. Um gute Bodenverhältnisse zu schaffen, wird er aufgelockert und mit Kompost oder Mist aufbereitet. Je nach Sorte braucht die Kürbispflanze unterschiedlich viel Platz. Schwach rankende, eher buschige Sorten brauchen etwa einen Quadratmeter Beetfläche, während stark rankende bis zu drei Quadratmeter einnehmen. Beim Auspflanzen musst du besonders vorsichtig sein, da die Wurzeln der Kürbispflanze sehr brüchig sind und leicht beschädigt werden können. Setze den Wurzelballen etwa 3 cm tiefer in die Erde als zuvor. Die Jungpflanzen bilden an dem Stängel dann noch zusätzliche Wurzeln, die ihr mehr Stabilität, sowie zusätzlichen Zugang zu Wasser und Nährstoffen geben. Nun musst du nur noch gründlich angießen und am besten einen Schutz vor gefräßigen Schnecken anbringen. 

Ich hoffe ich konnte dir alles Wichtige zur Kürbis-Anzucht mitgeben und wünsche dir viel Erfolg bei deiner Anzucht!

Falls du keinen Garten hast und Kürbisse auf dem Balkon pflanzen möchtest, schau doch mal hier vorbei. Hier gibt es einen Überblick über die beliebtesten Kürbis-Sorten für den Anbau im Garten oder auf dem Balkon. Und wenn du wissen willst, wie man einen reifen Kürbis erkennt, erntet und lagert, bist du hier genau richtig.

Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von AllNikArt auf Pixabay.

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