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Marie

Marie (24) studiert Agrarwissenschaften. Sie liebt es, eigenes Gemüse im Garten anzubauen und Wildkräuter zu sammeln. Gemeinsam mit Freunden bewirtschaftet sie einen Garten und verbringt viel Zeit in der Natur.

Beim Geschmack des Korianders scheiden sich oft die Geister, denn das Gewürzkraut hat ein einzigartiges, kräftiges Aroma. Das einjährige Kraut ist Teil der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Von Juni bis Juli blühen kleine weiße Blüten, die viele nützliche Insekten anlocken. Daher ist Koriander ein guter Partner für Gemüsepflanzen im Beet, kann aber auch auf dem Balkon angebaut werden. Beliebte Koriander-Sorten sind klassisch der Echte Koriander und der vietnamesische Koriander.

Koriander: Aussaat & Standort

Koriander säen

Koriander ist eine wärmeliebende Pflanze und empfindlich gegenüber stärkeren Frösten. Sie benötigt Temperaturen zwischen 12 bis 22 °C, um zu keimen. Daher werden die Samen im Freiland erst ab Anfang April bis Ende Mai ausgesät. Natürlich kannst du die Pflanzen auch ab März im Haus vorziehen, so kannst du schon früher mit der Ernte beginnen. Für eine Vorkultur kannst du direkt nährstoffreiche Erde nehmen, dann fällt das Pikieren weg.  Bei einer Vorzucht kannst du die Jungpflanzen ab Mitte Mai auspflanzen.

Die Samen werden etwa 1 cm tief in die Erde gelegt. Wähle einen Reihenabstand von etwa 20 cm. Drücke die Erde ein bisschen an und halte die Erde nun gut feucht bis zur Keimung. 

Koriander Standort

Der Echte Koriander kommt aus dem Mittelmeerraum und mag es daher warm und sonnig. Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Wenn die Ernte der Blätter dein Ziel ist, ist eher ein halbschattiger Platz für das Korianderkraut geeignet. Denn so werden mehr Blätter ausgebildet. Als Schwachzehrer ist Koriander sehr genügsam und er gedeiht am besten auf durchlässigen, lockeren Böden. Bei zu hohen Nähstoffgehalten wird das Korianderkraut anfälliger für einen Befall von Blattläusen und Pilzerkrankungen. 

Der Koriander ist zwar ein Sonnenanbeter, bildet im Schatten aber mehr Blätter aus. Bild von Nayuta auf Pixabay.

Koriander in einer Mischkultur

Koriander ist aufgrund seiner ätherischen Öle ein guter Nachbar für viele Gemüsepflanzen. Er hält Blattläuse und Kohlweißlinge fern und lockt gleichzeitig bestäubende Insekten durch seine Blüten an.

  • Gute Nachbarn: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Gurke, Kohlrabi, Kopfkohl, Pak Choi, Palmkohl, Ringelblume, Rosenkohl, Salat, Wirsing
  • Schlechte Nachbarn: Fenchel, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knollenfenchel, Knollensellerie, Kresse, Liebstöckel, Pastinake, Petersilie, Rucola, Schnittlauch, Topinambur, Wurzelpetersilie

Koriander: Pflege

  • Bis zur Keimung regelmäßig gießen und feucht halten. Wenn die Jungpflanzen zwei bis drei Wochen alt sind, können sie sich selbst mit Wasser versorgen. Gieße dann nur bei langer Trockenheit
  • Lockere den Boden von Zeit zu Zeit auf und entferne Beikräuter, so förderst du das Wachstum vom Koriander
  • Koriander ist anfällig für den echten Mehltau, vor allem bei warmer, feuchter Witterung. Am besten sind hier vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, sodass ausreichend Luft zirkulieren kann. Falls du bereits einen Befall hast, helfen Pflanzenjauchen aus Ackerschachtelhalm.

Koriandersamen gewinnen

In den Blüten bilden sich die braunen, kugeligen Samen. Diese sind stark aromatisch und können entweder als Gewürz oder als Saatgut für die nächste Saison verwendet werden. Ernte die Samen kurz bevor sie vollreif sind, ansonsten samt sich der Koriander in deinem Beet frei aus. Wenn dir der Standort allerdings gefällt, kannst du den Koriander auch sich selbst aussäen lassen. Die Samen keimen zuverlässig im nächsten Frühjahr erneut aus. 

Der Koriander samt sich selbst im Garten aus und seine Samen keimen zuverlässig im nächsten Jahr wieder. Bild von micahernandez auf Pixabay.

Ich hoffe, du hast Lust darauf bekommen, eigenen Koriander im Garten oder auf dem Balkon anzubauen. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von newtonisimo auf Pixabay.

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