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Isabell

Isabell (24) studiert Agrarbiologie und liebt es von der Natur und ihrer Komplexität immer wieder auf's Neue überrascht zu werden. Kräuter - egal ob wild gesammelt oder im Garten - sind ihre Leidenschaft.

Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata) gehört, wie sein Verwandter der Pflücksalat, zur Familie der Korbblütler. Die Salatart bildet hierbei, wie der Name schon sagt, einen charakteristischen, festen Salatkopf aus. In Deutschland werden ca. 30 Kopfsalatsorten kommerziell angebaut. Diese können sich in Größe, Form, Geschmack und Anbauzeitraum unterscheiden. Während einige Sorten im Frühjahr gesät werden, findet bei anderen die Aussaat im Sommer oder sogar Herbst (Wintersorten) statt. Bei richtiger Planung und Sortenwahl kannst du daher das ganze Jahr über eigenen Salat ernten. Durch die meist kompakte Wuchsform, kann der Kopfsalat gut mit anderen Gemüsearten im Sinne der Mischkultur kombiniert werden.

Frühe Salatsorten

  • Maikönig: frühe grüne Sorte, vor allem für den Freilandanbau geeignet, ab Februar im Gewächshaus auszusäen, würziger Geschmack, Ernte ab Mai (daher auch der Name)
  • Dynamite: Aussaat von Februar bis Juni, widerstandsfähige, grüne Salatsorte, gegen viele Krankheiten und Schädlinge (auch die grüne Blattlaus) resistent
  • Baquieu: alte, robuste Salatsorte mit schnellem Wuchs, bildet kleine rote Köpfe und kann sogar ab Dezember unter Glas vorgezogen werden. 
  • Briweri: Die grüne Salatsorte eignet sich vor allem für den Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel, auch für Herbstpflanzungen geeignet.

Mittelfrühe Salatsorten

  • Attractie: Aussaat ab März, charakteristisch sind die grünen, zarten Blätter, hohe Schossfestigkeit
  • Neckarriesen: grüne Köpfe, vor allem für den Freilandanbau geeignet, Voranzucht ab Februar, Auspflanzung ab Ende März, bildet große, feste Köpfe
  • Dolly: sehr schossfeste und schnellwachsende Sorte mit dunkelgrünem Kopf, resistent gegen Mehltau und Blattläuse, Aussaat von Februar (unter Glas) bis August
  • Pirat: rot-braune Sorte, kann im Freiland ganzjährig angebaut werden, schossfest und robust gegen falschen Mehltau
  • Wunder von Stuttgart: traditionelle Sommersorte mit gelb-grünen Köpfen, spät schießend und vor allem für den Hobbyanbau geeignet

Späte Salatsorten

  • Wintermarie: Aussaat ab Juli im Freiland, besonders alte Sorte mit Rotfärbung an den Blatträndern, zum Überwintern mit Vlies oder Tannenreisig abdecken
  • Winterkönig: besonders winterharte Sorte mit großen, grünen Köpfen und leichter Rotfärbung an den Rändern, Aussaat im September, bei Frost leicht abdecken, bringt den ersten Kopfsalat des Jahres
  • Waldor: glänzend grüne Blätter, sehr alte Sorte, die sich hervorragend zur Überwinterung eignet, vorgezogene Setzlinge können ab Oktober gesetzt werden
  • Humil: altmodische, tschechische Sorte mit buttrig-zartem Geschmack, entwickelt feste, hellgrüne Köpfe mit zartem Herz, Direktsaat ab Ende August

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Überblick über die unterschiedlichen Kopfsalat-Sorten geben. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Titelbild von Th G auf Pixabay 

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