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Isabell

Isabell (24) studiert Agrarbiologie und liebt es von der Natur und ihrer Komplexität immer wieder auf's Neue überrascht zu werden. Kräuter - egal ob wild gesammelt oder im Garten - sind ihre Leidenschaft.

Kartoffeln sind sehr kälteempfindlich und sollten vor dem ersten Frost geerntet werden. Sobald sie anfrieren, werden ihre Zellen zerstört, wodurch sie zu faulen beginnen. Bei einer zu frühen Ernte, kann die Schale jedoch nicht ausreichend aushärten und die Kartoffeln sind anfälliger für Fäulnis. Als Orientierungshilfe: Zwischen Mitte September und Mitte Oktober liegt in den meisten Gebieten der Erntezeitraum für späte Kartoffeln. Rechtzeitig geerntet und richtig gelagert, sind Kartoffeln bis zur nächsten Saison problemlos haltbar. Erfahre in hier, wie (lange) Kartoffeln richtig gelagert werden können und was es beim Kartoffeln einfrieren zu beachten gibt.

Wie lagert man Kartoffeln? Kartoffeln aufbewahren

Beim Lagern/Aufbewahren von Kartoffeln solltest du folgendes beachten:

  • Kartoffeln nicht zu früh, aber vor dem ersten Frost ernten
  • Ernte bei trockenem Wetter beugt Fäulnis vor
  • Nur unbeschädigte, gesunde Knollen einlagern
  • Kartoffeln erst vorm Verzehr waschen, die Erde schützt vor Fäulnis
  • Kartoffeln vor dem Einlagern abtrocknen lassen
  • Kartoffeln und Äpfel nicht im gleichen Raum lagern, da sonst das Austreiben der Knollen gefördert wird

Nach etwa fünf bis neun Wochen nach der Ernte, baut sich die natürliche Keimhemmung der Kartoffeln ab und sie können wieder austreiben. Daher sollten sie schon ab diesem Zeitpunkt möglichst kühl und dunkel eingelagert sein. Am besten eignet sich ein unbeheizter, frostfreier Keller oder eine kühle Abstellkammer. Temperaturen um 5 °C sind otimal. Zur Not kann auch eine Garage oder eine geschützte, dunkle Ecke des Balkons/der Terrasse als Lagerort dienen. Allerdings solltest du darauf achten, dass bei starkem Frost die Kartoffeln nicht einfrieren. An dem Ort deiner Wahl werden die Kartoffeln in trockene, mit Stroh isolierte (Holz-)Kisten gelegt. Diese sogenannten Kartoffelhorden schützten die Knollen vor größeren Temperaturschwankungen. Wichtig ist, dass die Kartoffeln absoluter Dunkelheit ausgesetzt sind, denn Licht fördert die Bildung des Giftstoffes Solanin, wodurch grüne Stellen an den Kartoffeln entstehen. Decke die Kisten im Zweifelsfall mit einem luftdurchlässigen, dunklen Stoff ab. Falls doch grüne Teile an den Lagerkartoffeln auftreten, sollten diese vor dem Verarbeiten großzügig entfernt werden!

Wie lange kann man Kartoffeln lagern?

Bei richtiger Lagerung (trocken, dunkel, kühl) sind Kartoffeln mehrere Monate haltbar. Bis es im Folgejahr wieder Frühkartoffeln gibt, kannst du also bedenkenlos auf deine Lagerkartoffeln setzen. Lediglich Frühkartoffeln können nicht eingelagert werden: Ihre Schale ist sehr dünn und daher fäulnisanfällig. Bewahre sie deshalb am besten nicht länger als zwei Wochen auf. Bilden deine Kartoffeln doch einmal kleine Triebe aus, kannst du diese zusammen mit der Schale entfernen und die Knolle weiterverarbeiten. Erst wenn die Triebe eine Länge von 5 cm erreicht haben, sollten die Kartoffeln nicht mehr verwendet werden.

(Gekochte) Kartoffeln einfrieren

Wie bereits erwähnt, sind Kartoffeln sehr kälteempfindlich, da ihre Zellen bei schon leichtem Frost zerstört werden und sie zu faulen beginnen. Zudem wandelt Frost die in den Kartoffeln enthaltene Stärke in Zucker um. Deshalb solltest nur bereits gekochte Kartoffeln einfrieren. Allerdings geht auch hier der typische Kartoffelgeschmack zum größten Teil verloren. Koche die Kartoffeln nicht zu weich. Schneide die Knolle in kleinere Stücke und befreie sie von der Schale. Für Gratins eignen sich gefrorene Scheiben besonders gut. Lasse die Kartoffeln vor dem Einfrieren erkalten. Beim Einfrieren gilt für die Haltbarkeit: Kartoffelspeisen sind ca. drei Monate, gekochte Kartoffeln ca. 12 Monate gefroren haltbar. Taue die gefrorenen Knollen am besten über Nacht im Kühlschrank auf.

Ich hoffe, dass ich deine Fragen zum Thema Kartoffeln lagern klären könnte. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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Bild: Bild von olarts auf Pixabay 

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