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Isabell

Isabell (24) studiert Agrarbiologie und liebt es von der Natur und ihrer Komplexität immer wieder auf's Neue überrascht zu werden. Kräuter - egal ob wild gesammelt oder im Garten - sind ihre Leidenschaft.

Eigene Kartoffeln sind nicht nur eine relativ pflegeleichte Kultur für den Garten, sondern eignen sich hervorragend als Kohlenhydratquelle für Selbstversorger. Einige Sorten sind gut lagerfähig, weshalb du auch noch im Winter von deiner Ernte zehren kannst. Je nach Sorte, werden die Kartoffeln zu unterschiedlichen Zeiten geerntet. So kannst du aktiv bestimmen, wann du die Kartoffeln brauchst und wie du sie verwenden möchtest. Ab April werden die Kartoffeln an einen sonnigen Standort gepflanzt. Am besten gedeiht der Starkzehrer in lockerem, tiefgründigem und gut gedüngtem Boden. Zudem solltest du zu Beginn für ausreichend Feuchtigkeit sorgen.

Auf einen Blick:

Wann Kartoffeln setzen?

April/Mai: Je nach Gebiet und Höhenlage, Bodentemperatur sollte mind. 7 °C betragen

Abstand und Tiefe:

Reihenabstand: 40-50 cm, bei Mischkulturen mind. 70 cm

Pflanzabstand: 30-50 cm

Tiefe: 5 cm

Tipps:

Anhäufeln: Schutz Beikräuterbewuchs, Bildung von zusätzlichen Wurzeln und Knollen

Vorkeimen: schnelleres Wachstum, weniger anfällig für Fäulnis und Fraß

Wann Kartoffeln setzen?

Wann du mit dem Kartoffeln setzen loslegen kannst, ist standortabhängig. Die Bodentemperatur sollte mindestens 7 °C betragen, was in wärmeren Regionen ab April, in höher gelegenen Gebieten ab Mai der Fall ist. Damit die Kartoffeln auch austreiben und Lichtkeime bilden, solltest du die Knollen im Februar/März vorkeimen lassen. Dieser Schritt ist wichtig, denn er sorgt für eine schnellere Entwicklung und erhöht dadurch deinen Ernteerfolg. Lege die Kartoffeln hierfür in einer Flachen Kiste mit etwas Anzuchterde an einen hellen, leicht kühlen Ort (z.B. vor ein Kellerfenster). Besprühe die Kartoffeln anfangs und zwischendurch mit etwas Wasser. Nach vier bis sechs Wochen kannst du die Knolle, auf der sich nun die Lichtkeime gebildet haben, setzen.

Kartoffeln pflanzen: Abstand und Tiefe

Viele Gärtner:innen wählen ein separiertes Beet für ihre Kartoffeln. Allerdings kannst du sie auch gut in Mischkulturen integrieren. Die Kartoffelfurchen sollten in einem Mindestabstand von 40-50 cm gezogen werden. Ab 70 cm Abstand können Mischkulturen, wie Bohnen, zwischen die Reihen gepflanzt werden. Die Kartoffeln legst du höchstens 5 cm tief und 30-50 cm innerhalb der Reihe voneinander entfernt in die Furchen. Je tiefer du die Saatknollen legst, desto länger brauchen sie, um auszutreiben und Blätter zu entwickeln.

Ziehe die Furchen nicht tiefer als 5 cm, damit die Kartoffeln schnell Austreiben und Blätter bilden können.

Kartoffeln pflanzen: Anleitung

  • Februar/März: Vorkeimen an einem hellen, kühlen Ort (ca. 15 °C)
  • Zwei Wochen vor dem Setzen: Beet vorbereiten. Je nach Bedarf den Boden auflockern und Kompost oder verrottetem Mist in den Boden einarbeiten.
  • April/Mai: Kartoffeln setzen. Saatfurchen mit 5 cm Tiefe und einem Reihenabstand von 40-50 cm ziehen. Bei Mischkulturen mehr Platz einplanen (mind. 70 cm). Kartoffeln in die Furchen in einem Abstand von 30-40 cm innerhalb der Reihe legen. Kartoffeln ganz lassen, um vor plötzlicher Kälte und Schädlingen zu schützen. Vorsichtig die Furchen schließen, um die Triebe nicht zu schädigen. Zu Beginn solltest du die Kartoffeln ausreichend wässern, damit sie tiefe Wurzeln bilden können. Nachdem die Triebe ca. 20 cm aus dem Boden schauen, optional anhäufeln, um vor Beikrautbewuchs zu schützen. Zudem fördert Anhäufeln den Ertrag, da sich Seitenwurzeln mit weiteren Knollen an dem angehäufelten Stängel bilden können. 
  • Ab Mitte Juni: Erntezeit für Frühkartoffeln
  • Ab Mitte August: Erntezeit für spätere Sorten

Ich hoffe, du hast Lust darauf bekommen, eigene Kartoffeln anzubauen. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org.

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