blog-article-banner-image

So findest du heraus, was du für einen Boden hast

20.05.2019 . Lesezeit: 2 Minuten

Hinter diesem Artikel

author image
Jonas

Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.

Welchen Boden du in deinem Beet hast ist eine wichtige Information für die Wahl der richtigen Kulturen und ein Anhaltspunkt, wenn es darum geht, wie oft du deine Beete im Sommer gießen und düngen musst. Es gibt zwei entscheidende Größen: zum einen die Partikelgröße, zum anderen die Farbe.

In diesem Artikel findest du:

  1. Partikelgröße herausfinden
  2. Humusgehalt

Partikelgröße herausfinden

Die Partikelgröße ist ein guter Indikator dafür, ob dein Boden eher schwer oder leicht ist. Je größer die Partikel, desto leichter. Leichte Böden lassen sich besser von Pflanzen durchwurzeln. Sie eignen sich daher besonders gut zum Anbau von Wurzelgemüse wie Möhren oder Rettich. Ein Nachteil ist jedoch, dass Wasser schneller vesickern und verdunsten kann. Wenn du viele feine Tonpartikel in deinem Boden hast, handelt es sich um einen schwereren Boden. Er hält Wasser länger — ein großer Vorteil in trockenen Sommern. Außerdem sind schwere Böden oft nährstoffreicher als sandige Böden.

Um die Partikelgröße herauszufinden, füllst du eine handvoll Erde aus deinem Beet in ein Marmeladenglas. Den Rest des Glases füllst du mit Wasser auf, dann verschließt du es, schüttelst kräftig, bis sich alle Erdklumpen aufgelöst haben und lässt es für ein bis zwei Tage stehen. Jetzt sollten unten im Glas zwei Schichten zu sehen sein. Unten eine grobkörnige, sandige Schicht und darüber eine feinere Schicht aus Tonpartikeln. Ist die feinere Schicht deutlich dicker als die sandige, handelt es sich um einen eher schweren Boden. Bei optimaler Gartenerde sind beide Schichten ungefähr gleich dick. Wenn die sandige Schicht dicker ist, ist der Boden als leicht einzustufen.

Ganz rechts das Ergebnis des Tests: grobe und feinere Schicht sind ungefähr gleich stark. Ein Hinweis für eine gute Bodenzusammensetzung.

Humusgehalt

Die Farbe des Bodens gibt Auskunft über den Humusgehalt des Bodens. Je schwärzer der Boden im feuchten Zustand ist, desto höher ist der Humusgehalt. Ein hoher Humusgehalt bedeutet, das der Boden nährstoffreich ist, über ein gesundes Bodenleben verfügt und außerdem viel Wasser aufnehmen und halten kann.
Dunkler humushaltiger Boden eignet sich besonders für den Anbau von Pflanzen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben, zum Beispiel verschiedene Kohlgewächse oder Tomaten.

Wenn dein Boden eine hellbraune Farbe hat, solltest du etwas dafür tun, den Anteil organischer Substanz im Boden zu erhöhen. Infos darüber findest du hier.

alphabeet — Mit uns brauchst du keinen grünen Daumen!

Foto von Gabriel Jimenez auf Unsplash

Verpasse keine Updates!

Mit dem alphabeet Newsletter bekommst du alle wichtigen Updates und Magazin-Artikel direkt in dein Postfach.