blog-article-banner-image

Gartenmonat: Dezember

02.12.2019 . Lesezeit: 7 Minuten

Hinter diesem Artikel

author image
Eric

Eric ist 23 Jahre alt und studiert seit 2015 Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. Zusammen mit einem Freund bewirtschaftet er seit 2017 einen Schrebergarten in Stuttgart.

Der Dezember. Weihnachten steht vor der Türe. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Natur kommt endgültig zur Ruhe. Im letzten Monat des Jahres kehrt Stille im Garten ein und es ist an der Zeit, auszuspannen. Wenn du im Oktober und November schon fleißig warst, dann gibt es im Dezember relativ wenig zu erledigen. Doch auch in diesem Monat kannst du, wenn du möchtest, etwas für deinen Garten tun. Oder für das nächste Gartenjahr. Es ist die Zeit gekommen, in der du all die Aufgaben erledigen kannst, die sich das Jahr über angesammelt haben.

Die alte Gartensaison abschließen

Gartenwerkzeuge reinigen

Nach den langen Monaten des Arbeitens haben es sich deine Gartenwerkzeuge verdient sauber und ordentlich in den Winterschlaf geschickt zu werden. Befreie dafür alle deine Werkzeuge von Erdklumpen, Pflanzenrückständen und allen anderen Arten von Verschmutzungen. Danach kannst du alle Metallteile einölen. Das schützt dein Handwerkszeug vor Rost.

Gartenhütte aufräumen

Auch in deiner Gartenhütte hat das Gartenjahr sicher seine Spuren hinterlassen. Deswegen ist es jetzt an der Zeit, diese wieder auf Vordermann zu bringen. Verstaue alle Reste an Gartenerde, Dünger und Pflanzenschutzmitteln an einem sauberen, trockenen und frostfreien Platz. Sortiere dein übrig gebliebenes Saatgut und lagere es trocken ein. So schaffst du dir einen Überblick über deine Vorräte und weißt genau, was du für das nächste Gartenjahr noch benötigst.

Mulch einarbeiten

Die Mulchschicht, die du das Jahr über zwischen Beerensträuchern und auf den Beeten ausgebracht hast, ist nun bereit in den Boden eingearbeitet zu werden. Damit gibst du den Mikroorganismen im Boden die Möglichkeit, diese zu zersetzen und die darin enthaltenen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar zu machen. Und das werden dir deine Pflanzen im nächsten Jahr danken. Einen ausführlichen Artikel zum Thema Mulch findest du hier.

Die nächste Gartensaison vorbereiten

Planung der nächsten Saison

Der wohl interessanteste Punkt im Dezember ist auch gleichzeitig der angenehmste. Denn du kannst ihn ganz bequem von zu Hause aus bei einer schönen Tasse Tee vornehmen. Es geht um die Planung der nächsten Gartensaison:

Nun ist die Zeit, in der du dich damit beschäftigen kannst, was du in diesem Jahr alles über das Gärtnern gelernt hast und was du davon in das nächste Jahr mitnehmen möchtest. Dafür eignet sich am besten ein Gartentagebuch. In das kannst du deine Erfahrungen und Impressionen, sowie deine Wünsche für das kommende Gartenjahr aufschreiben. Außerdem kannst du hier deinen Beetplan für das vergangene Jahr aufzeichnen. So vergisst du nicht, wo du welche Pflanze in der Vergangenheit angebaut hast. Desweiteren kannst du Gartenkataloge nach neuen Ideen durchstöbern. Oder, nachdem du deine Vorräte sortiert hast, kannst du Saatgut für das neue Jahr bestellen.

Und zu guter letzt: Du kannst deinen Beetplan für das nächste Jahr erstellen. Heißt, du schreibst oder zeichnest dir auf, wo du im nächsten Jahr welche Pflanzen anbauen möchtest. Hierbei solltest du aber ein paar Sachen beachten. Wichtigstes Stichwort: Fruchtfolgen! (was das ist, erfährst du hier). Wenn du es dir einfach machen willst, dann empfehlen wir dir, deine zukünftigen Gartensaisons mit alphabeet zu planen. Die App übernimmt für dich jegliche Gedanken zum Thema Fruchtfolgen und Nachbarschaften und sorgt immer dafür, dass alle Pflanzen in deinem Garten dort stehen, wo sie am besten gedeihen können. Wenn du dich für das Thema Fruchtfolge interssierst, kannst du außerdem hier mehr erfahren.

Leimringe

Eine andere sinnvolle Aufgabe wäre noch die Leimringe (zum Schutz vor bestimmten Schädlingen) an deinen Obstbäumen zu kontrollieren. Falls sie den Sommer über zu stark beansprucht wurden, kannst du sie jetzt einfach austauschen.

Schutz für Pflanzen & Tiere

Wintergemüse kontrollieren

Solltest du in deiner Winterplanung (wie man bei dieser richtig vorgeht, erfährst du hier) ein paar Pflanzen eingeplant haben, die bei uns überwintern können, dann ist es wichtig, dass du dich jetzt gut um sie kümmerst. Spinat, Feldsalat, Mangold, Pastinake und Lauch sind in der Lage, einen Winter bei uns zu überleben; aber das nur mit deiner Hilfe. Prüfe den Zustand der Pflanzen regelmäßig. Wenn Minusgrade vorhergesagt sind, dann musst du sie, besonders wenn sie im Freiland stehen, so gut es geht vor der Kälte abschirmen. Decke sie dafür mit Fichtenreisig ab; alternativ kannst du sie auch mit Noppenfolie umwickeln.

Winterharte Kräuter pflegen

Zu den winterharten Kräutern zählen zum Beispiel Thymian, Salbei, Rosmarin oder Lavendel. Winterhart bedeutet in diesem Fall, dass sie den Winter nicht nur überleben, sondern bei der richtigen Pflege auch ihre Blätter behalten. Heißt für dich: Wenn du behutsam mit ihnen umgehst, dann beschenken sie dich und deine Küche den ganzen Winter über mit frischen Kräutern. Dafür musst du sie aber ebenfalls kontinuierlich vor den kalten Temperaturen schützen. Genauso wie bei dem Wintergemüse kannst du dafür auf Fichtenreisig, Noppenfolie oder ähnliches zurückgreifen.

Nist- und Futterkästen anbringen

Auch für die Tiere in deiner Umgebung kannst du etwas Gutes tun. Und zwar in dem du Nist- bzw. Futterplätze für Vögel aufhängst. Die Vogelarten, die den Winter nicht im Süden verbringen, freuen sich darüber, wenn du ihnen in der kalten Jahreszeit ein Plätzchen bereitstellst, wo sie sich ausruhen oder etwas zu fressen finden können.

Gärtnern im Haus

Selbst in einem kalten Dezember hast du die Möglichkeit, etwas zu pflanzen:

  • Topfkräuter:
    Petersilie, Schnittlauch und Pfefferminze eignen sich sehr gut als Topfkräuter im Winter. Da sie im Gegensatz zu anderen mediterranen Kräutern keinen so hohen Lichtbedarf haben, keimen sie sehr einfach zu dieser Jahreszeit auf einer Fensterbank. Wichtig ist hierbei nur die regelmäßige Bewässerung und eine gleichmäßige Temperatur. Heißt, du solltest für deine Topfkräuter eine Fensterbank aussuchen, der sich nicht direkt über einem warmen Heizkörper befindet.
  • Microgreens:
    Eine andere Möglichkeit sind sogenannte "Microgreens". Dabei handelt es sich um sehr junge Pflanzen (auch Keimlinge oder Sprossen genannt) von bestimmten Gemüsearten wie zum Beispiel Rote Beete, Kohlrabi oder Fenchel. Diese werden ganz dicht bei einander ausgesät und bereits nach 10-14 Tagen geerntet. Das wohl bekannteste "Microgreen" ist und bleibt die Gartenkresse.

Du siehst: Falls du auch im Dezember noch nicht die Nase voll vom Gärtnern haben solltest, gibt es immer noch reichlich sinnvolle und spannende Sachen, die du tun kannst, um dich und deinen Garten auf das nächste Jahr vorzubereiten oder um dir die kalte Jahreszeit etwas spannender zu gestalten.

Um keinen Artikel mehr zu verpassen, folge uns auf Instagram und Facebook oder melde dich direkt zu unserem Newsletter an.

alphabeet - Mit uns brauchst du keinen grünen Daumen!

Verpasse keine Updates!

Mit dem alphabeet Newsletter bekommst du alle wichtigen Updates und Magazin-Artikel direkt in dein Postfach.