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Jonas

Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.

Es geht weiter in unserem Gartenkalender: April. Nach vielen langen und dunklen Wintermonaten tut sich endlich etwas im Garten. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und erstrahlt wieder in ihrer vollen Pracht. Das kann nur eines bedeuten: Der Frühling ist da! Der April gibt den Startschuss in die neue Gartensaison, auf die wir Gärtner*innen so sehnsüchtig gewartet haben. Endlich ist Schluss mit der trockenen Theorie und Planung, jetzt geht's ans Eingemachte. Dementsprechend gibt es spätestens ab jetzt wieder jede Menge Dinge, die du in und um deinen Garten tun kannst. Was das alles sein kann, verraten wir dir in diesem Artikel.

Auf einen Blick:

Folgendes Gemüse kannst du im April aussäen bzw. pflanzen:

  • Säen/Pflanzen unter Glas: Tomaten, Sellerie, Paprika, Gurken, Zucchini, Brokkoli, Bohnen
  • Säen/Pflanzen unter Folie: Salate, Knollenfenchel, Kohlarten (Blumenkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Wirsing, Weiß- & Rotkohl)
  • Säen ins Freiland: Spinat, Erbsen, Kohl, Rettich, Radieschen, Mairüben, Zwiebeln, Lauch, Mangold, Rote Bete, Möhren, Schwarzwurzeln, Gewürzkräuter (Kresse, Kerbel, Dill, Boretsch, Rukola, Portulak, Petersilie, Kümmel, Löffelkraut)
  • Pflanzen ins Freiland: Monatserdbeeren, Kartoffeln, Kohl, Staudenkräuter (Zitronenmelisse, Estragon, Schnittlauch, Liebstöckel, Teefenchel, Pfefferminze, Salbei, Oregano, Thymian, Lavendel, Bergbohnenkraut, Ysop, Eberraute)

Säen & Pflanzen im April

Folgendes Gemüse kannst du im April aussäen bzw. pflanzen:

  • Säen/Pflanzen unter Glas: Tomaten, Sellerie, Paprika, Gurken, Zucchini, Brokkoli, Bohnen
  • Säen/Pflanzen unter Folie: Salate, Knollenfenchel, Kohlarten (Blumenkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Wirsing, Weiß- & Rotkohl)
  • Säen ins Freiland: Spinat, Erbsen, Kohl, Rettich, Radieschen, Mairüben, Zwiebeln, Lauch, Mangold, Rote Bete, Möhren, Schwarzwurzeln, Gewürzkräuter (Kresse, Kerbel, Dill, Boretsch, Rukola, Portulak, Petersilie, Kümmel, Löffelkraut)
  • Pflanzen ins Freiland: Monatserdbeeren, Kartoffeln, Kohl, Staudenkräuter (Zitronenmelisse, Estragon, Schnittlauch, Liebstöckel, Teefenchel, Pfefferminze, Salbei, Oregano, Thymian, Lavendel, Bergbohnenkraut, Ysop, Eberraute)

Im Frühjahr ist bei manchen Pflanzen die Entscheidung über die richtige Aussaatmethode keine einfache: Einige Pflanzen können direkt ins Beet gesät, andere müssen vorkultiviert werden. Wenn du dir unsicher bist, welche Pflanzen du wie aussäen kannst, hilft dir dieser Artikel zum Thema "Vorziehen oder direkt säen" weiter. Jungpflanzen, die du in Aussaatgefäßen vorkultivierst, solltest unter Umständen regelmäßig umtopfen. Achte dabei auf die Löcher an der Unterseite deiner Aussaatgefäße: Siehst du dort viele Wurzeln austreten, ist es Zeit deinem Zögling einen größeren Topf zu gönnen. Auch wenn du das Gefühl hast, dass das Wachstum der Setzlinge stagniert, solltest du sie umtopfen.

Kürbissetzlinge umtopfen
Diese Kürbissetzlinge sind bald bereit für einen größeren Topf. Besonders bei schnell wachsenden Pflanzen wie Kürbissen und Gurken lohnt es sich, direkt in einen großen Topf zu säen.

Gerade in den vergangenen Jahren war der Frühling oft schon sehr warm und trocken. Daher kann es auch im April schon notwendig sein, deine Saaten regelmäßig zu gießen. Wenn Samen während der Keimung wieder austrocknen, können dabei stark verkrüppelte Pflanzen entstehen oder die Keimlinge sterben sogar ganz ab.

Tipp: Säe und pflanze entweder wenn es geregnet hat oder gieße deine Aussaaten/Setzlinge mit viel Wasser an, sodass der Boden gut mit Wasser durchtränkt ist. Das sorgt dafür, dass die Pflanzen tiefere Wurzeln entwickeln und du generell über den Sommer weniger gießen musst.

Auch wenn die Tage im April teilweise schon über 20 °C warm werden, können die Nächte trotzdem noch sehr kalt sein. Deshalb kann es sich lohnen, deine Keimlinge und Jungpflanzen im Gemüsebeet abends mit einem Gartenvlies zu bedecken. Das schützt die Pflänzchen vor dem schlimmsten Frost und sorgt auch bei frostresistenten Arten für eine schnellere Keimung und ein rascheres Wachstum in den ersten Wochen ihres Lebens.

Bodenbearbeitung

Ein gesunder Boden ist das A und O für eine erfolgreiche Gartensaison. Ebenso wichtig ist ein fachgerecht vorbereitetes Saatbett für Direktsaaten und Jungpflanzen. Eine wichtige Aufgabe bei der Gartenarbeit im April ist daher die Auflockerung der Beete. Mit einer Grabgabel geht das sehr viel boden- und rückenschonender, als wenn du die Beete umgräbst. Das freut das Bodenleben, sorgt aber trotzdem für eine tiefe Lockerung und Durchlüftung des Bodens. Nach dem Lockern kannst du die Oberfläche mit einem Rechen fein zerkrümeln und glätten. So haben es kleine Keimlinge von direkt gesäten Pflanzen später leichter sich zu etablieren, außerdem sieht es einfach schöner aus. Um dem Boden darüber hinaus etwas Gutes zu tun, kannst du eine Mulchdecke auf deinen Beeten ausbringen. Alternativ dazu kannst du mit einer Gründüngung den Boden mit lebendigen Pflanzen bedecken und gleichzeitig die Bodenqualität verbessern. Wähle Gründüngung nur für Flächen, die in dieser Saison laut Fruchtwechselplan eine Pause bekommen, damit die Pflanzen lange genug auf der Fläche wachsen und so ihre volle Wirkung entfalten können. Für Aussaaten im April eignen sich Gründünger wie Senf, Wicke oder Kleegras-Mischungen. Gründüngung, die über den Winter auf den Beeten stand, kannst du nun abschneiden und schonend mit einer Grabgabel in den Boden einarbeiten, falls du das nicht schon im März gemacht hast.

Mulch schützt den Boden und hält ihn gleichmäßig feucht. (Bild von Andreas Göllner auf Pixabay)

Beikräuter solltest du vor dem Säen oder Auspflanzen von Setzlingen aus dem Beet entfernen. Wenn sie noch nicht geblüht haben, kannst du sie als Mulchmaterial verwenden. Wenn sie jedoch schon Samen tragen, solltest du davon unbedingt absehen. Sonst trägst du zur ungewollten Verbreitung bei und die Konkurrenz für dein Gemüse steigt. Viele Beikräuter eignen sich außerdem zur Herstellung von Pflanzenjauche (z.B. Brennnesseln, Beinwell).

Pflanzenschutzmaßnahmen

Um dir im Laufe des Sommers Ärger bei der Gartenarbeit zu ersparen lohnt es sich, jetzt nach Schnecken und deren Brut Ausschau zu halten. Schneckennester erkennst du leicht, es sind Ansammlungen vieler kleiner, weißer Eier. Diese solltest du unbedingt entfernen, wenn du sie entdeckst. Zusätzlich kann es sinnvoll sein deine Beet mit einem Schneckenzaun aus Kupfer zu umranden. Kupfer ist für Schnecken giftig, deshalb meiden sie es. Diese Variante ist jedoch nicht ganz billig. Wer sparen möchte, kann seine Beete und Jungpflanzen auch mit einem ca. 10 cm breiten Ring aus Sand schützen. Dieser muss jedoch regelmäßig erneuert werden und schützt nur bei trockenem Wetter effektiv.

Schneckennester sollten im April entfernt werden
So sehen Schneckennester aus. Wenn du sie entdeckst, solltest du sie unbedingt entfernen. [David W. / CC BY-SA https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0]

Direktsaaten können außerdem attraktives Futter für einige Vogelarten sein. Um zu vermeiden, dass deine ganze Saat noch vor der Keimung der heimischen Fauna zum Opfer fällt, kannst du ein Vogelschutznetz über deinen Beeten spannen. Das ist jedoch nicht immer nötig. Beobachte dein Beet aufmerksam, solange du im Garten bist. Solltest du vermehrt Vögel darauf erwischen, lohnt es sich die Investition in ein Vogelnetz schnellstmöglich zu tätigen.

Allgemeine Gartenarbeiten im April

Das "Kerngeschäft" eines jeden Gemüsegärtners sind natürlich seine Gemüsebeete. Doch für deren optimale Bewirtschaftung muss auch drum herum einiges getan werden. Um sicherzustellen, dass du dich in der beginnenden Saison in deinem Garten verwirklichen kannst, lohnt es sich zum Beispiel mal zu überprüfen, ob der Rasenmäher noch funktioniert. Rasenschnitt eignet sich nebenbei auch super als Mulch oder Kompostmaterial, sofern keine blühenden Wildkräuter mitgemäht werden. Auch die Wasserversorgung sollte sichergestellt sein, denn mit steigenden Temperaturen steigt auch der Bedarf an Gießwasser. Daher ist es spätestens jetzt an der Zeit, den Wasserhahn wieder in Betrieb zu nehmen (außenliegende Wasserhähne sollten über den Winter abgedreht werden, da sie sonst durch Frost beschädigt werden können). Sofern es in deinem Garten möglich ist, empfehlen wir dir unbedingt eine Regentonne aufzustellen. Nachdem du für die Vorbereitung deiner Beete deinen reifen Kompost verbraucht hast, kannst du außerdem einen neuen Komposthaufen anlegen oder gar einen neuen Behälter dafür aufbauen.

regenfass
Ein Regenfass bietet eine tolle Möglichkeit Wasser zu sparen. Außerdem ist Regenwasser oft besser für dein Gemüse, da es keinen Kalk enthält.

Ökologie im Nutzgarten

Als Gärtner sind wir von einer intakten Natur und gesunden Ökosystemen abhängig. Denn ohne das Netz aus kleinen und kleinsten Lebewesen könnten wir im Garten nicht einmal die winzigsten Erträge einbringen. Um der Natur also auch etwas zurückzugeben und vielen Nützlingen Lebensraum zu bieten, ist ein Insektenhotel eine schöne Ergänzung zu einem ökologischen Garten. Hier können zum Beispiel Wildbienen einziehen, deren Lebensräume anderswo durch die industrielle Landwirtschaft immer weiter schrumpfen. Damit dein Insektenhotel auch wirklich als Nistplatz funktioniert, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Für Empfehlungen wie es am besten aussehen sollte, schau doch mal hier beim Nabu vorbei. Viele Insektenhotels, die z.B. im Baumarkt verkauft werden, haben viel zu große Hohlräume und Öffnungen und werden deshalb von den meisten Insekten nicht als neues Zuhause angenommen.

Insektenhotel
Mit einem Insektenhotel lockst du vor allem Wildbienen an, die sich sehr über eine Nistmöglichkeit im Garten freuen.

Auch Vögel freuen sich über ein wenig menschliche Zuwendung, z.B. in Form eines Nistkastens oder einer Vogeltränke. Dabei solltest du ebenfalls einige wichtige Dinge wie die Ausrichtung und den richtigen Ort beachten. Beim Nabu findest du ausführliche Infos zum Bau eines Nistkastens. Seit neuestem breitet sich in Deutschland außerdem eine neue Krankheit unter Singvögeln aus, die hauptsächlich Kohl- und Blaumeisen befällt. Um die Ausbreitung zu verlangsamen ist es wichtig, die Futterstellen regelmäßig zu säubern und solche Futteranlagen zu verwenden, bei denen der Abstand zwischen den Vögeln groß genug ist (kommt euch das auch irgendwie bekannt vor?). Auch hierzu findet ihr ausführliche und fundierte Informationen beim Nabu.

Haben wir noch was vergessen? Was sind für dich klassische Gartenarbeiten im April? Schreib uns eine Mail an magazin@alphabeet.org. Falls du nochmal überprüfen willst, ob du alles soweit vorbereitet hast, schau doch mal bei unserer Saisonübersicht vorbei.

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