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Redaktions-Team

Die Agrarbiolog:innen von alphabeet geben Euch in der Rubrik 'kurz & bündig' schnelle Antworten auf häufige Fragen. Wenn du ausführlichere Artikel lesen willst, stöbere doch mal in unserem Magazin.

Im Gemüsegarten ist die Erbse mit ihren filigranen Ranken und Schmetterlingsblüten ein echter Hingucker. Doch nicht nur das: Die Hülsenfrüchte enthalten viele Ballaststoffe, Proteine und Mineralstoffe und sind deshalb super gesund. Außerdem schmecken junge Erbsen direkt aus dem Garten besonders zart und süß. Im Gegensatz zu Bohnen können Erbsen roh verzehrt werden, sodass sich auch Kinder beim Gärtnern über einen süßen Snack freuen dürfen. 

Erbsen anbauen

Die Aussaat von Erbsen ist ganz einfach, denn die großen Samen lassen sich leicht dosieren. Die Samen am Abend vor dem Aussäen in Wasser legen, so gehen die Pflanzen zuverlässiger auf. Je nach Sorte werden Erbsen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgesät. Palerbsen sind robuster und können schon im März bei Temperaturen unter 5 °C gesät werden. Mark- und Zuckererbsen sind etwas empfindlicher und kommen deshalb erst ab Anfang April ins Beet, wenn die Bodentemperatur über 8 °C liegt. Ziehe Reihen mit 40 cm Abstand, die Saatrillen sollten 5 cm tief sein. Lege die Erbsensamen anschließend mit 3 - 5 cm Abstand in die Saatrille und drücke die Erde etwas an. Nach der Aussaat solltest du die Saatfurchen zusätzlich mit Maschendraht, Vlies oder Netzen vor Vögeln schützen.

Erbsenpflanze pflegen

Nach dem Aufgehen der Samen solltest du den Boden regelmäßig mit einer Hacke auflockern. Sobald die jungen Erbsenpflanzen handhoch gewachsen sind, solltest du sie anhäufeln, das erhöht die Standfestigkeit. Niedrige Sorten brauchen keine Kletterhilfe, sie stützen sich selbst (z.B. "Kleine Rheinländerin"). Ab einer Größe von ungefähr 50 cm benötigen die Pflanze jedoch eine Stütze, da sie sonst umknicken. Höhere Sorten können beispielsweise durch Maschendrahtzäune gestützt werden. Erbsen benötigen keine zusätzliche Düngung während der Vegetationszeit, da sie ihren Stickstoff von den symbiontischen Bakterien im Boden bekommen. Starke Stickstoffdüngung macht sie sogar anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Mit ihren zarten Ranken können sich Erbsen an Zäunen oder anderen Kletterhilfen festhalten. (Bild von Thomas B. auf Pixabay)

Erbsen ernten & konservieren

Die Ernte beginnt meist im Juni, je nach Sorte etwa 12-14 Wochen nach der Aussaat. Markerbsen werden geerntet, wenn die Körner rund und leuchtend grün sind. Wartet man mit der Ernte zu lange, wandelt sich der Zucker in Stärke um und die Erbsen verlieren an Aroma. Damit sie nicht mehr nachreifen und an Geschmack verlieren, solltest du Markerbsen direkt nach der Ernte aus den Hülsen palen und verarbeiten. Im Kühlschrank sind sie frisch nur wenige Tage haltbar. Zum Konservieren kannst du die Erbsen einfach kurz blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und dann einfrieren.

Bei Zuckererbsen lässt man die Samen in der Hülse nicht ausreifen, sondern erntet sie, solange sie noch flach sind. Auch Zuckererbsen lassen sich leicht einfrieren. Die beiden süßen Vertreter werden fortlaufend geerntet, sobald die Früchte reif sind. Zucker- und Markerbsen am besten ein- bis zweimal pro Wochen durchpflücken, damit sie noch ganz zart und süß sind. Dabei immer wieder die Hülsen abknipsen, die schon groß genug sind und den Rest weiter wachsen lassen. Das häufige Ernten beschleunigt das Nachwachsen der neuen Hülsen.

Palerbsen werden hingegen meist getrocknet. Ernte sie erst, sobald die Hülsen braun und trocken sind. Für eine besonders leichte Ernte lässt du die Hülsen im Haus nachtrocknen und kannst sie dann ausdreschen. Die Hülsen platzen dabei auf und du sparst dir das mühsame Palen der Erbsen. Erbsenpflanzen samenfester Sorten kannst du ganz einfach vermehren. Lasse dafür einige Hülsen von Mark-, Zucker oder Palerbsen ausreifen bis sie braun und trocken sind. Die reifen Samen anschließend schonend nachtrocknen lassen und im nächsten Jahr erneut wie oben beschrieben aussäen.  

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(Titelbild von Daiga Ellaby auf Unsplash)

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