Hinter diesem Artikel

author image
Annabell

Annabell (22) studiert Agrarbiologie an der Uni Hohenheim. Auch privat gärtnert sie gerne, verbringt viel Zeit in der Natur und liebt es kreativ zu sein.

Bohnen gehören ebenso wie Erbsen zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie sind besonders reich an pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen und enthalten zudem wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Doch nicht nur für uns Menschen sind Bohnen nahrhaft, sie haben auch einen positiven Effekt auf den Boden. Bohnen und andere Leguminosen gehen nämlich eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien ein. Die Bakterien bilden dabei kleine Knöllchen an den Wurzeln, deshalb werden sie auch als Knöllchenbakterien bezeichnet. Sie sind in der Lage, atmosphärischen Stickstoff so umzuwandeln, dass er pflanzenverfügbar wird. So werden nicht nur die Bohnen selbst, sondern auch der Boden mit Stickstoff versorgt.

Buschbohnensorten


Buschbohnen sind die pflegeleichtesten unter den Bohnen, sie wachsen nur etwa kniehoch und benötigen keine Rankhilfe. Ebenso wie Stangen- und Feuerbohnen stammen sie ursprünglich aus Mittelamerika und lieben daher wärmere Temperaturen. Es gibt sie mit grünen, gelben, gesprenkelte oder violetten Hülsen. Grüne Sorten sind z.B. 'Caruso', 'Marona' (frühreif) und 'Domino' (spätreif). Die Sorten 'Berggold' und 'Helios' bilden gelbe Hülsen. 'Purple Teepee' und 'Purple King' überraschen mit violetten Hülsen, die sich beim Kochen grün färben.

Buschbohnen säen


Je nach Sorte ist die erste Aussaat ab Anfang bis Mitte Mai möglich, Folgesaat im Juni bis Anfang Juli. Buschbohnen vertragen sowohl Sonne, als auch Halbschatten. Die Düngung mit Kompost und Mulch reicht völlig aus. Die Erde sollte stets locker und krümelig sein. Aussaat 2-3 cm tief. In der Reihe alle 5-10 cm eine Bohne legen, Reihenabstand 40 cm. Bei der Horstaussaat alle 40 cm jeweils 4-6 Bohnen in eine Mulde legen.

Buschbohnen sind die Klassiker unter den Bohnen, sie sind besonders pflegeleicht. (Bild von Free-Photos auf Pixabay)

Buschbohnen ernten


Laufend frische Ernte solange neue Bohnen nachwachsen. Buschbohnen sollten möglichst jung und zart geerntet werden, sonst werden sie faserig. Die Bohnen vorsichtig pflücken und nicht abreißen, damit die Pflanze nicht beschädigt wird. Bohnen müssen immer gekocht werden, da sie in rohem Zustand giftig sind! Um eigene Samen zu gewinnen, einfach die Hülsen vollständig an der Pflanze ausreifen und abtrocknen lassen. Dann die Bohnensamen aus den trockenen Hülsen lösen, nochmals nachtrocknen lassen und fürs nächste Jahr aufbewahren. Bohnensamen sind in der Regel 3-4 Jahre haltbar.

Du willst das ganze Jahr über hilfreiche Gartentipps bekommen und deine eigenen Beete optimal planen? Dann registriere dich hier oder lade dir die alphabeet-App für Android oder iOS herunter.

alphabeet - Dein digitaler Beetplaner

Verpasse keine Updates!

Mit dem alphabeet Newsletter bekommst du alle wichtigen Updates und Magazin-Artikel direkt in dein Postfach.