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Jonas

Jonas (22) hat Agrarbiologie studiert. Seine Leidenschaft für Pflanzen und das Gärtnern entdeckte er durch ein Praktikum bei einer Permakultur NGO. Seitdem gärtnert er auf seinem Balkon und in Gemeinschaftsgärten.

Brennnesseljauche ist ein natürlicher Stickstoffdünger und ein Pflanzenschutzmittel, das du ganz einfach selbst herstellen kannst. Wozu sie verwendet wird und wie du sie ganz einfach selbst herstellen kannst, erklären wir dir in diesem Artikel.

Auf einen Blick:

Herstellung

  • Schneide die Brennnesseln in kleine Stücke und fülle sie in einen Eimer
  • Fülle den Eimer mit Wasser
  • Decke den Eimer mit einem Tuch oder lose mit dem Deckel ab. Auf keinen Fall fest verschließen! Bei der Fermentierung entstehen Gase, die entweichen müssen.
  • Stelle den Eimer an einen Ort wo er keine volle Sonne abbekommt.
  • Rühre den Eimer einmal am Tag um.
  • Nach zwei Wochen ist die Brennnesseljauche fertig.
  • Gieße den Inhalt des Eimers durch ein Sieb oder Tuch um die Pflanzenteile zu entfernen.

Verwendung

  • zum Düngen: 1:10 (Starkzehrer) - 1:20 (Schwachzehrer) verdünnen und zum Gießwasser geben
  • gegen Blattläuse: 1:10 verdünnt auf befallene Pflanzenteile sprühen - sollte nicht auf zum Verzehr gedacht Pflanzenteile gesprüht werden

Was ist Brennnesseljauche und wie wird sie verwendet?

Brennnesseljauche ist ein Fermentationsprodukt aus Brennnesseln - wie der Name schon sagt. Es kann als flüssiger Stickstoffdünger oder als ökologisches Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse und der gleichen verwendet werden. Für beide Anwendungen solltest du die Jauche verdünnen, da sie sonst deine Pflanzen verbrennt. Doch der Reihe nach.

Wie wird Brennnesseljauche hergestellt?

Um Brennnesseljauche selbst herzustellen brauchst du grundsätzlich nichts außer einem Eimer, Brennnesseln, Wasser und Zeit. Die Menge an Brennnesseln pro Liter Wasser ist variabel, je nach dem wie viel du verwendest wird das Endprodukt stärker oder weniger stark konzentriert. Ein gutes Maß sind ungefähr 100 g frische oder 25 g getrocknete Brennnesseln auf 1 L Wasser.

  • Schneide die Brennnesseln in kleine Stücke und fülle sie in einen Eimer
  • Fülle den Eimer mit Wasser
  • Decke den Eimer mit einem Tuch oder lose mit dem Deckel ab. Auf keinen Fall fest verschließen! Bei der Fermentierung entstehen Gase, die entweichen müssen.
  • Stelle den Eimer an einen Ort wo er keine volle Sonne abbekommt.
  • Rühre den Eimer einmal am Tag um.
  • Nach zwei Wochen ist die Brennnesseljauche fertig.
  • Gieße den Inhalt des Eimers durch ein Sieb oder Tuch um die Pflanzenteile zu entfernen.

Um die Bildung von unangenehmen Gerüchen zu mindern kannst du beim Ansetzen der Jauche Gesteinsmehl, Lehm oder ein wenig Kompost mit in den Eimer geben.

In einem Kanister hält sich die Jauche mehrere Wochen bis Monate, solange du sie kühl lagerst. Wenn du sie als Dünger dem Gießwasser zugibst solltest du sie mindestens 1:10 verdünnen. Diese Konzentration ist vor allem für hungrige Pflanzen wie Kartoffeln, Tomaten oder Zucchinis geeignet. Für Mittel- und Schwachzehrer solltest du eine schwächere Verdünnung wählen.

Um die Brennnesseljauche als natürliches Mittel gegen Blattläuse einzusetzen, verdünnst du sie ebenfalls 1:10. Dann füllst du sie in eine Sprühflasche und sprühst die befallenen Pflanzen ein. Dabei solltest du darauf achten keine Pflanzenteile einzusprühen, die du später ernten und essen willst. Als Pflanzenschutzmittel eignet sich Brennnesseljauche daher nur bedingt für den Gemüsegarten.

Tipp: Grundsätzlich kannst du fast alle grünen Pflanzenteile zur Herstellung von Pflanzenjauche verwenden. Viele Gärtner:innen verwenden zum Beispiel auch Beinwellblätter. Brennnesseln eignen sich allerdings besonders gut, da sie sehr viel Stickstoff enthalten und die zarten Blätter sich schnell zersetzen.


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