Hinter diesem Artikel

author image
Isabell

Isabell (24) studiert Agrarbiologie und liebt es von der Natur und ihrer Komplexität immer wieder auf's Neue überrascht zu werden. Kräuter - egal ob wild gesammelt oder im Garten - sind ihre Leidenschaft.

Basilikum (Ocimum basilicum) gehört zur der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und stammt urprünglich aus den asiatischen Tropen. Deshalb überlebt es in unseren Breiten den Winter draußen meist nicht und gilt daher als einjährige Pflanze. Durch das in den Blättern enthaltene ätherische Öl, wurde das Basilikum zu einer der beliebtesten Gewürzpflanzen der Welt. Ob in Pesto, Salaten oder Soßen, das Kraut ist aus vielen mediterranen Gerichten gar nicht mehr wegzudenken. Seine Inhaltsstoffe können aber auch im Garten von Vorteil sein. So vertreibt es die weiße Fliege und kann Mehltau vorbeugen. Von dem "Kraut der Könige" gibt es die unterschiedlichsten Sorten. Am bekanntesten ist die grüne, großblättrige Sorte "Genovese", doch es gibt auch rote oder kleinblättrige Sorten. Wer besondere Duftnoten mag, greift auf Zitronen- oder Zimtbasilikum zu. Diese Sorten, wie auch das indische Tulsi-Basilikum lassen sich getrocknet bestens in eigene Tee-Kreationen integrieren.

In diesem Artikel findest du:

  1. Basilikum Standort
  2. Basilikum säen

Basilikum Standort

Am besten wächst das Gewürzkraut an einem geschützten, sonnigen Platz mit lockerem, humusreichen Boden. Wenn du keinen Garten besitzt, ist das überhaupt nicht schlimm, denn auch in einem Topf auf dem Balkon fühlt sich das Kraut wohl. Basilikum ist eines der kälteempfindlichsten Gewächse: Temperaturen unter 12 Grad kann das wärmeliebende Basilikum nicht ab, denn dann stoppt es das Wachstum. Längere Kälteperioden führen zu erhöhter Anfälligkeit für Schädlinge, sowie Pilzerkrankungen. Wenn die Temperaturen unter 7 Grad fallen, kann es für die Pflanze den Tod bedeuten. Basilikum passt als Mischkultur sehr gut zu Tomaten. Zum einen, da das Basilikum unter den etwas höheren Pflanzen den Boden gut bedeckt und sich beide Kulturen platz-technisch nicht in die Quere kommen. Zum anderen hält das duftende Kraut auch Schädlinge, wie die weiße Fliege oder Mehltau von den Tomaten fern. Zudem stärkt Basilikum die Gesundheit von Gurken.

Basilikum säen

Mit dem Aussäen auf der Fensterbank kannst du Anfang April beginnen. Um die Keimfähigkeit der Samen zu erhöhen, lasse sie einige Stunden in kaltem Kamillentee quellen. Zudem reduziert die Kamille spätere Schimmelbildung um die Samen. Diesen Einweichschritt kannst du aber auch überspringen. Die Samen gibst du dann in kleine Anzuchttöpfe mit nährstoffarmer Anzucht- oder Kräutererde. Besprühe diese mit etwas Wasser und achte darauf, dass die Erde zwar feucht, jedoch nicht durchnässt ist. Rechne bei einem Topf mit 10 cm Durchmesser mit ca. 10 Samen. Da Basilikum ein Lichtkeimer ist, gebe die Samen nur auf die Oberfläche des Substrats und drücke sie an. Sie sollten auf keinen Fall mehr als einen halben Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Am besten bedeckst du deine Töpfe mit Klarsichtfolie oder stellst sie in ein Zimmergewächshaus, denn ein feucht-warmes Klima bietet die besten Keimungsbedingungen für die tropische Pflanze. Halte die Erde daher immer leicht feucht (aber nicht durchnässt) und stelle den Topf an einen warmen, hellen Ort (Fensterbank). Nach spätestens 2 Wochen solltest du schon die ersten Keimblättchen sehen können. Tipp: Bewässere deinen Topf am besten von unten, damit die kleinen Samen nicht weggeschwemmt werden. Gebe dafür das Wasser in einen Untertopf oder eine Schale, in die du die Anzuchttöpfe stellst.

Ab Mitte Mai kannst du die Samen auch direkt im Freiland säen. Nach den Eisheiligen fallen die Temperaturen meist nicht mehr zu tief, sodass das kälteempfindliche Kraut eine Chance hat. Hier lohnt es sich meist die Samen breitwürfig auszusäen und anzugießen. Sollten die Pflanzen später zu dicht stehen, kannst du sie pikieren.

______________________________________________________________________________

Ich hoffe, du hast Lust darauf bekommen, eigenen Basilikum anzubauen. Bei Fragen und Anmerkungen schreibe uns gerne an magazin@alphabeet.org. Du willst das ganze Jahr über hilfreiche Gartentipps bekommen und deine eigenen Beete optimal planen? Dann registriere dich hier oder lade dir die alphabeet-App für Android oder iOS herunter.


alphabeet - Dein digitaler Beetplaner


Verpasse keine Updates!

Mit dem alphabeet Newsletter bekommst du alle wichtigen Updates und Magazin-Artikel direkt in dein Postfach.